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Sachsen Familienkompass

Hört endlich den Familien zu!

Selten war es so wichtig, Bedürfnisse von Eltern zu kennen. Darum startet jetzt der Familienkompass. Machen Sie mit bei der Umfrage zur Lage der Familien in Sachsen.

Nur zufriedene, sich sicher fühlende Eltern können ihre Kinder liebevoll begleiten – das ist es letztlich, worauf es ankommt.
Nur zufriedene, sich sicher fühlende Eltern können ihre Kinder liebevoll begleiten – das ist es letztlich, worauf es ankommt. © www.pixabay.com

Von einer erfahrenen Mutter hörte ich mal diesen weisen Satz: Die Sorge um deine Kinder wird sich mit der Zeit vielleicht ändern, aber sie ist ab jetzt dein ständiger Begleiter. 

>>> Helfen Sie mit, Sachsen familienfreundlicher zu machen. Hier geht es zu unserer Umfrage für den großen Familienkompass 2020. <<<

Natürlich soll es den eigenen Kindern gutgehen. Diesen Wunsch haben alle Eltern auf der Welt. Und niemand vermag ihnen die Sorge um die Kinder zu nehmen. Doch eins kann die Gesellschaft, kann die Politik tun: Familien das Leben leichter machen. Damit zu den Sorgen um das eigene Kind nicht auch noch Sorgen um die wirtschaftliche Existenz, die vertrauensvolle Bindung oder die gute Schulbildung dazukommen.

In Statistiken über die Anzahl der Kinder, die geboren werden, wirkt Familiengründung oft wie etwas Technisches. Dabei ist sie so viel mehr. Menschen, die sich trotz aller globalen Unsicherheiten dazu entscheiden, Kinder in die Welt zu setzen, tun nicht nur etwas für den Fortbestand unserer Art. Sie säen auch das Körnchen Hoffnung, auf dieser Welt werde sich irgendwie schon alles zum Guten wenden. Man kann das Naivität nennen. Oder reine Biologie. Aber der Wunsch, junge Menschen beim Älter- und Großwerden zu begleiten, allen Kriegen und Seuchen und gesellschaftlichen Eruptionen zum Trotz, macht Mut.

Sachsen muss was für Familien tun

Es wäre jedoch fatal, würde sich die Gesellschaft darauf verlassen, dass Menschen ohnehin immer Kinder bekommen werden, egal, was in der Welt geschieht. Die Politik muss jene Faktoren im Blick behalten, die mitbestimmen, ob man sich überhaupt für eine Familie entscheidet. Und wie zufrieden man mit dieser Entscheidung ist. Es geht ja nicht nur um bestimmte Wählergruppen. Es geht vielmehr um die wichtigsten Stützen unserer Gesellschaft. Nur zufriedene, sich sicher fühlende Eltern können ihre Kinder liebevoll begleiten – das ist es letztlich, worauf es ankommt.

Der Blick auf Sachsen zeigt: Es muss noch viel mehr investiert werden in die Zufriedenheit der Familien. Die demografische Entwicklung scheint kaum noch aufzuhalten. Sachsen wird immer älter und muss dringend attraktiver für Menschen mit Kindern oder Kinderwunsch werden. Doch bei existenziellen Entscheidungen wie der Familiengründung hilft kein Zuzugsbonus. Wichtiger sind die grundlegenden Rahmenbedingungen, die das Leben Tag um Tag erleichtern.

Was läuft gut oder eben nicht?

Welche Faktoren aber machen Familien zufrieden? Diese Frage stellen Sächsische Zeitung, Freie Presse und Leipziger Volkszeitung ab heute im großen Familienkompass. Die Evangelische Hochschule Dresden begleitet die Befragung wissenschaftlich. Bereits 2013 hat die Sächsische Zeitung ähnliche Fragen gestellt und spannende Antworten erhalten. So konnten wir Probleme aufgreifen, die Eltern am meisten beschäftigen. Auch in diesem Jahr hoffen wir auf eine große Bandbreite von Teilnehmenden, die uns Einblick in ihre Sorgen und Nöte erlauben. Natürlich können Zeitungen keine Probleme lösen. Doch sie können darauf aufmerksam und darüber nachdenklich machen.

Denn obwohl Familien für Deutschland, für Sachsen so entscheidend sind, ihre Stimmen werden erstaunlich wenig wahrgenommen. Eltern engagieren sich in Vereinen, im Stadtteil oder Dorf. Dort bewegen sie im Kleinen oder vielleicht auch Größeren viel. Doch geht es darum, dass Rahmenbedingungen sich ändern sollten, werden sie oft nicht beachtet und auch nicht befragt. Das liegt oft auch an ihnen selbst: Familien verschaffen sich eher selten Gehör, in Gremien und Parteien sind sie aus gutem Grund kaum vertreten: Die wenigsten Eltern haben neben dem stressigen Alltag Zeit, sich zu engagieren. Darum geraten ihre Sorgen, Nöte und Wünsche oft aus dem Blick.

Mit dem Familienkompass wollen wir helfen, das zu ändern. Wir wollen wissen, wo es gut läuft oder eben nicht. Denn Familien haben genug eigene Sorgen, die ihnen niemand abnehmen kann. Sie brauchen keine zusätzlichen Sorgen, die auch andere lösen könnten.

Familienkompass 2020

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  • Was ist der Familienkompass? Der Familienkompass ist eine sachsenweite Umfrage von Sächsische.de, LVZ und Freie Presse, wissenschaftlich begleitet von der Evangelischen Hochschule Dresden.
  • Worum geht es? Wir wollen wissen: Wie kinder- und familienfreundlich sind die einzelnen Gemeinden und Städte im Freistaat? Dafür brauchen wir Ihre Hilfe. Alle Ergebnisse werden wissenschaftlich ausgewertet und nach der Befragungsphase intensiv für unsere Leser aufbereitet.
  • Wann? Die Befragung findet bis zum 9. April 2020 statt.
  • Wie kann ich mitmachen? Den Fragebogen finden Sie unter www.sächsische.de/familienkompass
  • Was passiert mit meinen Daten? Die Daten der Befragung werden streng vertraulich behandelt und ohne Personenzuordnung wissenschaftlich ausgewertet. Und als Dankeschön für die Zeit wartet ein tolles Gewinnspiel. 

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