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Melnyk gibt Kretschmer Mitschuld an Überfall auf ukrainische Mädchen

In Hoyerwerda sind ukrainische Mädchen überfallen worden. Der ehemalige ukrainische Botschafter in Deutschland macht Sachsens Ministerpräsidenten indirekt mitverantwortlich.

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Andrij Melnyk, bis vor Kurzem Botschafter der Ukraine in Deutschland, macht den sächsischen Ministerpräsidenten indirekt mitverantwortlich für einen Überfall auf ukrainische Mädchen in Hoyerswerda.
Andrij Melnyk, bis vor Kurzem Botschafter der Ukraine in Deutschland, macht den sächsischen Ministerpräsidenten indirekt mitverantwortlich für einen Überfall auf ukrainische Mädchen in Hoyerswerda. © Michael Kappeler/dpa (Archiv)

Hoyerswerda/Kiew. Der ehemalige ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, gibt Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) indirekt eine Mitschuld an einem Überfall deutscher Jugendlicher auf ukrainische Mädchen in Hoyerswerda. Der Diplomat twitterte am Mittwoch: "Vielleicht hat dieser Hass auch mit Ihrer Russland-Politik zu tun?"

Bereits am Freitagabend hatten nach Angaben der Polizei mehrere deutsche Jugendliche in Hoyerswerda eine Gruppe ukrainischer Mädchen ausländerfeindlich beschimpft und teilweise auch verletzt. Nach Informationen der "Bild" waren dabei zwei jugendliche Mädchen im Alter von 15 und 16 Jahren leicht verletzt worden.

Die vermeintlichen Taten ereigneten sich der Polizei zufolge zwischen 20.45 Uhr und 21.30 Uhr am Freitag am innerstädtischen Kreisverkehr an der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße. Die Ermittlungen hat das polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum beim sächsischen Landeskriminalamt übernommen. Man suche Zeugen, die eventuell zur Tatzeit vor Ort waren oder sonstige Hinweise zu dem Fall geben könnten. Entsprechende Hinweise nehme das Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 0800 8552055 entgegen oder jeder andere Polizeidienststelle.

Sachsens Regierungschef Kretschmer hatte sich am vergangenen Wochenende in einem Interview mit der Bild am Sonntag dafür ausgesprochen, nach dem Krieg in der Ukraine wieder Erdgas aus Russland zu beziehen. (SZ)