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Kamenz

Kamenz: Stadtwerkstatt zieht um

Der Verein renoviert gerade neue Räume an der Rosa-Luxemburg-Straße - und hofft auf Unterstützung durch eine besondere Spendenaktion.

Die Stadtwerkstatt hat den Umzug ins neue Domizil gut geschafft. Für den Feinschliff lässt man sich Zeit. Foto: Verein: Hasselbach
Die Stadtwerkstatt hat den Umzug ins neue Domizil gut geschafft. Für den Feinschliff lässt man sich Zeit. Foto: Verein: Hasselbach © Verein: Hasselbach

Kamenz. Die Arbeit läuft. Ein bisschen Farbe hier, viel Staub da - und der neue Fußbodenbelag wurde auch schon geliefert. Die Männer arbeiten routiniert. Zwischendurch gibt's Kaffee und Kuchen zur Aufmunterung. Und es wird gelacht. So stellt man sich eine relaxte Renovierung vor. Bei der Kamenzer Stadtwerkstatt ist das alles kein Problem. Der Verein muss dieser Tage aus seinem alten Domizil ausziehen. Vor Weihnachten lag die Kündigung auf dem Tisch.

"Wegen einer gewerblichen Nachnutzung des bisherigen Standortes an der Rosa-Luxemburg-Str. 13 ziehen wir nun um in ein neues Domizil", sagt Vereinsmitglied Sebastian Schindler. "Und wir hatten das Glück, in unmittelbarer Nähe, an der Pulsnitzer Straße 17, neue Räume gefunden zu haben." Der Vermieter tat in den letzten Wochen einiges, um die Bedingungen noch zu optimieren. Zum Beispiel wurde eine Toilette ins ehemalige Elektrowaren-Geschäft eingebaut.

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Auch ein Jugend-Café ist geplant

Der zentrale Punkt der bisherigen Räume war ein runder Tisch, an dem viele offene Diskussionen über zahlreiche Belange der Stadt geführt wurden. Die Räume waren sehr vielseitig nutzbar, angefangen von Lesungen über Wohnzimmerkonzerte, Poetry-Slam bis hin zu Veranstaltungen der Kreisvolkshochschule oder des Jugendweihevereins. Nun wird es etwas enger, aber auch gemütlicher. "Es wird uns aber bestimmt gelingen, diese besondere Atmosphäre in den neuen Räumen wieder aufleben zu lassen", ist sich Sebastian Schindler sicher. Auch ein Jugend-Café soll mit einziehen.

Den anstehenden Umzug in das neue Domizil sieht der Verein als Chance, nach der Corona-Krise neu durchzustarten. "Wir sind voller Ideen und Tatendrang für die nächsten Monate. Auch wenn unsere Vereinsmitglieder den Umzug in ehrenamtlicher Arbeit selbst erledigen, brauchen wir aber finanzielle Unterstützung dafür und für den Neustart der Vereinsaktivitäten", sagt die Vorsitzende Simone Kirschke.

Erschwerend komme hinzu, dass seit März 2020 corona-bedingt kaum Veranstaltungen stattfinden konnten und somit auch die entsprechenden Einnahmen fehlen, die Miete jedoch durchgängig gezahlt werden musste.

Hilfe über Crowdfunding-Aktion möglich

Wer die Stadtwerkstatt Kamenz bei ihrem Vorhaben unterstützen möchte, kann dies übrigens auch über die Crowdfunding-Plattform der Volksbank Dresden-Bautzen tun. Gelingt es, insgesamt 1.000 Euro zu sammeln, wird die Volksbank den Verein noch einmal mit 250 Euro unterstützen. Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden.

"Wir bedanken uns schon jetzt für jede finanzielle und ideelle Unterstützung, damit wir den Umzug gut stemmen und in Zukunft wieder voll durchstarten können. Sobald es wieder bedenkenlos möglich ist, werden wir alle, die uns im Crowdfunding unterstützen, zu einer Dankeschön-Feier in den neuen Räumlichkeiten einladen", kündigt der Verein an.

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