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Meißen ist reif für die Inseln

Dank großzügiger Spenden vor allem aus dem Westen Deutschlands kann auf der Görnischen Gasse ein besonderes Projekt begonnen werden.

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Eine Initiative von Kreativen möchte auf dem Porzellanweg durch die Innenstadt von Meißen Verweil-Inseln einrichten und mit den wechselnden Kunstwerken ein Open-Air-Museum bestücken.
Eine Initiative von Kreativen möchte auf dem Porzellanweg durch die Innenstadt von Meißen Verweil-Inseln einrichten und mit den wechselnden Kunstwerken ein Open-Air-Museum bestücken. © Fieber/Ehret/Koenig

Meißen. Eine robuste Bank, ein Pflanzkübel für Stadtgrün und ein Podest mit wechselnden Porzellankunstwerken: So sollen sie aussehen, die neuen Verweilinseln auf der Görnischen Gasse. Die Zeichen stehen gut, dass das bürgerschaftlich getragene Projekt Wirklichkeit wird.

Von den geplanten 18.000 Euro für drei erste Inseln fehlen nun noch 1.500 Euro für den Eigenanteil, schreibt Mitinitiatorin Christina König. Da die Inseln im Herbst aufgestellt werden sollen, fangen die Künstler Olaf Fieber, Andreas Ehret und weitere Mitstreiter trotz des Fehlbetrags schon mit der Umsetzung an. Die Meißner Wohnungsgesellschaft Seeg hat inzwischen ebenfalls ihre Unterstützung zugesagt.

Vor allem aus den alten Bundesländern seien zudem teils großzügige Spenden gekommen, so Christina König. Sollten mehr Spenden, als für die Verweilinseln benötigt, überwiesen werden, fließen die Gelder in den nächsten Etappenschritt der Realisierung des Porzellanweges Görnische Gasse. Dieser soll Touristen und Meißner zum Spazieren zwischen Altstadt und Manufaktur im Triebischtal verführen.

Die ideenreich gestalteten Sitzgelegenheiten sollten nach Angaben ihrer Entwickler neugierig machen und dazu motivieren, die historische Verbindung zu erleben und zu genießen. Der Grundkorpus von Bank und Pflanzkübel könnte aus pulverbeschichtetem grauen Stahl bestehen. In ihm verankert ist eine bis zu 1,80 Meter hohe zweiteilige Stele aus robustem Holz wie Robinie oder Eiche. Die Stele findet ihren gestalterischen Höhepunkt jeweils im Werk eines Meißner Künstlers.

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Geplant sind zunächst drei Verweil-Inseln zwischen Fleischergasse und Einmündung Jüdenberg. Im günstigsten Fall ließe sich die Reihe bis zur Manufaktur fortführen. Die Kosten pro Insel belaufen sich auf 5.500 Euro bis 6.000 Euro. Den Eigenanteil von anfangs 9.000 Euro hoffen die Künstler, durch Spenden aufbringen zu können.

Doch ihre Pläne gehen noch über das Aufstellen von Sitzgelegenheiten hinaus. Sollte es gelingen, die Porzellankunstwerke auf den Inseln alle zwei Jahre zu wechseln, könnte so mit Stadt und Bürgern eine ganz besondere Meißner Kunstsammlung aufgebaut und anschließend als Open-Air-Schau präsentiert werden. (SZ/pa)

  • Spenden für die Verweilinseln gehen bitte an den Verein zur Förderung zeitgenössischer Porzellankunst, Raiffeisenbank Meißen, IBAN: DE71 8509 5004 76552 9910 03. Spendenbescheinigungen können über den Verein gern ausgestellt werden. Kontakt über: [email protected]