merken
PLUS Meißen

Verwaltungsrat befasst sich mit Personalie Stritzke

Gegen den Vorstand der Volkssolidarität im Elbtalkreis-Meißen gibt es Datenschutz-Vorwürfe. Außerdem geht es um vier Oldtimer.

Oldtimer-Rallye in Radebeul. Volkssolidarität-Mitglieder beteiligten sich an solchen Rallyes, der Verein war aber nicht selbst Ausrichter. Vorstand Frank Stritzke sieht darin eine gute Außenpräsentation für den Verein.
Oldtimer-Rallye in Radebeul. Volkssolidarität-Mitglieder beteiligten sich an solchen Rallyes, der Verein war aber nicht selbst Ausrichter. Vorstand Frank Stritzke sieht darin eine gute Außenpräsentation für den Verein. © Arvid Müller

Radebeul. Jetzt ist es offiziell. Der Verwaltungsrat der Volkssolidarität im Elbtalkreis-Meißen wird sich in seiner nächsten Sitzung mit der Personalie Frank Stritzke befassen. Das bestätigte die Vorsitzende Kerstin Kunze. VS-Vorstand Stritzke geriet unter Kritik, als er womöglich gegen Datenschutzbestimmungen verstieß und einem Autohausbesitzer, der Vereinsmitglied werden wollte, mithilfe einer Detektei nachspionierte. Zudem wird immer wieder Kritik an vier Oldtimern laut, die von der Volkssolidarität Elbtalkreis unterhalten werden. Darüber hinaus gibt es unter Mitarbeitern auch Kritik am Führungsstil Stritzkes und sogar Forderungen nach seiner Abberufung.

Kerstin Kunze: "Dem Verwaltungsrat ist bekannt, dass auf den Verein vier Oldtimer zugelassen sind." Sie würden der Außenpräsentation des Vereins dienen. Dass darüber hinaus Personen, die dem Verein angehören, privat auch solche historischen Fahrzeuge besitzen, müsse klar von der Vereinstätigkeit getrennt werden. Vorstand Frank Stritzke hat angegeben, dass er selbst sechs eigene Oldtimer besitzt und mit ihnen auch dienstliche Termine wahrnimmt.

Teppich Schmidt
Sieben Wohnwelten – ein Geschäft
Sieben Wohnwelten – ein Geschäft

Erfahrung, Wissen und ein super Team. Bis zum heutigen Erfolg war es eine lange, lehrreiche Reise, die sich nun in verschiedenen Abteilungen widerspiegelt und seinen Kunden Einrichtungs- und Wohnträume verwirklicht.

Der Regionalverband Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen e.V. gliedere sich nach seiner Satzung in Mitgliedergruppen, so Frau Kunze. Das sind vor allem Ortsgruppen in Wohnregionen, Gruppen in Kindertageseinrichtungen und in Wohnanlagen, die vom Verein bewirtschaftet werden. Da jedes Mitglied des Vereins einer Mitgliedergruppe angehören soll, wurde vor vielen Jahren die Interessengemeinschaft (IG) Oldtimer gegründet. Seit 2018 hat sie sich den neuen Namen „IG Zeitreise“ gegeben. Ein sehr kleiner Teil dieser Mitglieder gestalte seine Freizeit privat mit dem Hobby der Wartung und Pflege alter Automodelle.

Der Regionalverband Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen e.V. hat zu keiner Zeit Rallyes veranstaltet, so Kunze. Es ist die freie Entscheidung jedes Oldtimer-Freundes, auf seine Kosten an solchen Veranstaltungen mitzuwirken. Dem Verein sind dadurch niemals Kosten entstanden.

Der siebenköpfige Verwaltungsrat werde sich auf seiner Sitzung, die nach Informationen von sächsische.de am 10. Mai stattfinden soll, mit der Personalie beschäftigen und eine Entscheidung fällen. Der 61-jährige Stritzke hatte bereits angeboten, vorzeitig in Rente zu gehen.

Weiterführende Artikel

Entscheidung im Fall Stritzke fällt Ende Mai

Entscheidung im Fall Stritzke fällt Ende Mai

Der Termin vor dem Landgericht Dresden steht jetzt fest. In der Volkssolidarität Elbtalkreis herrscht aber immer noch große Unruhe.

Honeckers Volvo und der Privatdetektiv

Honeckers Volvo und der Privatdetektiv

Der Chef der Volkssolidarität Elbtalkreis setzt auf ein mögliches Mitglied einen Spitzel an. Das könnte ihn teuer zu stehen kommen.

Gegenüber sächsische.de teilte Stritzke noch einmal mit, dass die Oldtimer-Fahrten mit Prominenten wie dem Schlagersänger Muck im alten Wolga oder Daniel von Sachsen in einem Volvo der Außenpräsentation des Vereins dienten.

Mehr zum Thema Meißen