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Ab Nachmittag Corona-Kontrollen an der Grenze

Auf der A4 rechnet die Bundespolizei ab Montagnachmittag mit Behinderungen. Denn Busse und Transporter müssen an der Grenze eine Pause einlegen.

Mit Infrarot-Thermometer: Auch an der Grenze zu Tschechien werden seit Montag Reisende stichprobenartig kontrolliert.
Mit Infrarot-Thermometer: Auch an der Grenze zu Tschechien werden seit Montag Reisende stichprobenartig kontrolliert. © Slavomír Kubeš/CTK/dpa

Montagnachmittag sollen die Kontrollen von Busreisenden beginnen, die auf der A4 nach Polen wollen. Angeordnet sind diese durch die Woiwodschaft Wroclaw:  Busse und größere Fahrzeuge wie Transporter sollen an einem Kontrollpunkt kurz hinter der Grenze zu Polen stichprobenartig angehalten und die Passagiere durch Sanitäter untersucht werden.

Fiebermessen an der Grenze

"Wir werden die Körpertemperatur der Passagiere messen und für den Fall des Verdachts auf eine Erkrankung einen Rettungswagen für den Transport ins Krankenhaus bereitstellen", zitiert die Nachrichtenagentur PAP den Verwaltungschef der Woiwodschaft, Jaroslaw Obremski. 

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Wie der MDR mitteilt, wird der Kontrollpunkt an der A4 am früheren Grenzübergang Hennersdorf (Jedrzychowice) sein. Gesperrt wird die Grenze nicht, der Pkw-Verkehr soll weiter ungehindert fließen können. Die Bundespolizei fürchtet, dass es dennoch zu Behinderungen kommen könnte. 

Reaktion auf ersten Fall in Polen

Die Kontrollen sollen sich auf die Hauptverkehrswege, hier also die A4 beziehen. An der Görlitzer Stadtbrücke zum Beispiel ist nicht mit Kontrollen zu rechnen. Mit der Maßnahme reagiert die Verwaltung auf den ersten in Polen nachgewiesenen Corona-Fall vom Dienstag: Bestätigt hatte sich der Verdacht bei einem Mann aus Cybinka, der sich zuvor im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen aufgehalten hatte und mit dem Bus nach Polen zurückgekehrt war. Dort wurde er im Krankenhaus von Zielona Gora behandelt. Laut der Johns Hopkins University gibt es in Polen inzwischen 16 bestätigte Fälle. 

Zehn Fälle in Sachsen - keiner im Kreis

In Sachsen ist die Zahl der bestätigten Fälle über das Wochenende auf zehn gestiegen. Im Kreis Görlitz gibt es nach wie vor keinen bestätigten Fall, teilt das Landratsamt aktuell mit. "Das Gesundheitsamt erreicht derzeit viele Anfragen von Bürgern, ob eine Ansteckung mit dem neuen Coronavirus erfolgt sein könnte", sagt Sprecherin Julia Bjar. Die Mitarbeiter würden sich jedem Gespräch annehmen und über die Verhaltensregeln aufklären.

Dabei orientiere sich der Landkreis an den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes. Am Freitag, erzählt Julia Bjar,  fand im Landratsamt Görlitz auch eine Beratung mit Vertretern von Bundes- und Landespolizei sowie der Justizvollzugsanstalt statt, "um auch in diesen Bereichen Herausforderungen und Abläufe zu beraten". 

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Außerdem erreichen das Gesundheitsamt auch Verdachtsmeldungen von Ärzten. Schon zweimal hatte es den Görlitzer Arzt Dr. Konstantinos Georgiou erwischt, der wegen Verdachtsfällen am Freitag vor einer reichlichen Woche und am vorigen Donnerstag seine Arztpraxis mehrere Stunden lang schließen musste. 

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