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Theater-Vorverkauf startet ungewöhnlich

Ab September gibt's Karten für Vorstellungen in Görlitz und Zittau – aber nur für September und Oktober. Ein Spielort bleibt vorerst geschlossen.

Schlange stehen eng an eng und ohne Mundschutz: So sah es beim Sommertheater-Vorverkaufsstart 2016 vor dem Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz aus. Dieses Jahr ist alles anders.
Schlange stehen eng an eng und ohne Mundschutz: So sah es beim Sommertheater-Vorverkaufsstart 2016 vor dem Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz aus. Dieses Jahr ist alles anders. © Archivfoto: Theater

Auf der Internetseite des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau sieht es derzeit ungewöhnlich aus. Einerseits wird ein Ticket-Verkaufsstart für die Spielzeit 2020/21 angegeben, und zwar der 1. September, 10 Uhr. Andererseits sucht man vergeblich nach einem Spielplan.

„Stimmt“, sagt Philipp Bormann, der Referent des Generalintendanten. Allerdings habe das alles seinen Sinn. „Aufgrund der Corona-Situation wollen wir die Gestaltung der Spieltage noch so lange wie möglich aufschieben“, sagt Bormann. Soll heißen: Das Theater hofft, dass die Abstandsregeln verringert werden und dann wieder größere Aufführungen möglich sein könnten. Sind aber bereits die Platzkarten für die Corona-Minimalvariante verkauft, kann der Saalplan nicht im Nachhinein wieder verändert werden.

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Hoffnung auf volle Weihnachtskonzerte

„Mitte August werden wir das Programm für September und Oktober in der Zeitung und im Internet veröffentlichen“, sagt Bormann. Die Karten dafür sollen ab dem 1. September verkauft werden. Statt des bisherigen Abos soll dann ein Spezialabo angeboten werden – eine Art Scheckheft für sechs Veranstaltungen. Im nächsten Schritt folgt dann irgendwann der November als Einzelmonat. „Den Dezember wollen wir so lange wie möglich hinauszögern – wegen der Hoffnung auf volle Weihnachtskonzerte“, so der Referent.

Die Produktionsdichte des Theaters hingegen hat nicht nachgelassen, betont er. Allein im Musiktheater sind sieben Premieren und zwei Wiederaufnahmen geplant, die Tanzdirektion kündigt für die neue Spielzeit drei Premieren an.

Apollo hat derzeit keine Chance

Schlecht sieht es allerdings für das kleine Haus des Theaters aus, das Apollo. „Allein schon der lange, enge Gang erlaubt unter den jetzigen Corona-Regeln keine Bespielung“, sagt Bormann: „Es ist völlig undenkbar, dafür ein Hygienekonzept aufzustellen.“ Ein zweiter Ausgang, etwa über den bestehenden Fluchtweg in den Hof, ist nicht möglich. Und selbst wenn es ginge, würden in den Veranstaltungssaal aufgrund der Abstandsregeln vermutlich nur etwa 15 Besucher passen. Deshalb bleibt das Apollo vorerst geschlossen. Die Lesebühne „Hospitalstraße“ wollte sowieso erst im Oktober aus der Sommerpause zurückkehren. „Wenn die Regeln bis dahin gelockert werden, wird diese Veranstaltung im Oktober kurzfristig stattfinden“, sagt er.

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