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Bauboom im Oberland

Immer mehr Familien wollen ins Eigenheim. In Ebersbach wird nun ein neues Baugebiet erschlossen. Das ist schon jetzt sehr gefragt.

An der Steinstraße in Ebersbach wird schon für den Eigenheimstandort
gebaggert.
An der Steinstraße in Ebersbach wird schon für den Eigenheimstandort gebaggert. © Matthias Weber/photoweber.de

Mit Zahlen hat es der Bänker ja, das liegt in der Natur der Sache. Das ist auch bei Wolfgang Zürn nicht anders. Der Chef der hiesigen Volksbank rechnet vor, wie viele neue Einwohner die Oberlandstadt Ebersbach-Neugersdorf bald haben könnte. "15 Häuser a vier Personen, das macht 60 Leute." So viele Grundstücke erschließt die Volksbank Löbau-Zittau derzeit an der Steinstraße in Ebersbach. Das Baugebiet hier ist rund 25.000 Quadratmeter groß, schon in den 1990er Jahren wurden erste Eigenheime errichtet. Ein Großteil des Baugebiets gehört der Volksbank. Sie nimmt jetzt den zweiten Bauabschnitt in Angriff. 

Dass hier etwas Neues entsteht, ist schon jetzt unschwer zu erkennen. Der Bagger frisst sich krachend durchs Gelände, schiebt Erdmassen beiseite. "Jetzt entsteht erst mal die Erschließungsstraße", erklärt Bauplaner Michael Haase. Leitungen und Kanäle für die Medien werden verlegt: Gas, Wasser, Abwasser, Strom, schnelles Internet. Anschließend stehen die Grundstücke zum Verkauf.

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15 Plätze mit Blick zum Schlechteberg

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sagt Wolfgang Zürn. Bauland und Wohneigentum ist gefragt wie nie. Christine Hempel nickt. Sie ist die Immobilienfachfrau bei der Volksbank. Immer wieder fragen Familien nicht nur nach Bestands-Häusern, sondern wollen gern selbst bauen. Was fehlt, ist dann ein Grundstück. Auch im Rathaus gehen häufig Nachfragen nach Baugrundstücken ein, bestätigt Stefan Halang von der Stadtverwaltung. Mehrere neue Eigenheime sind allein in diesem Jahr in der Stadt entstanden. Die Stadt selbst hat eine Übersicht erstellt, wo im Stadtgebiet noch Bauland zu haben ist. Das beschränkt sich überwiegend auf Baulücken im Bestand. Seit Kurzem ist auch der Eigenheimstandort in der Steinstraße mit auf der Liste. 

Hier entsteht das neue Wohngebiet mit 15 Grundstücken.
Hier entsteht das neue Wohngebiet mit 15 Grundstücken. © Gernot Grunwald

An der Steinstraße, unterhalb des Ebersbacher Steinbruchs entsteht aber nun ein richtiges kleines Wohngebiet. Die 15 Baugrundstücke sind zwischen 650 und 1.800 Quadratmeter groß - so sieht es jedenfalls der Bebauungsplan vor. "Das ist aber ein Entwurf", so Christine Hempel. Es könne auch noch einiges an den Größen verändert werden, auch der Kauf von mehreren Grundstücken sei möglich, um mehr Platz zu haben. Was das Aussehen der Häuser betrifft, seien die künftigen Bauherren  hier relativ frei in der Gestaltung. Stefan Halang von der Stadt bestätigt: Unsere Gestaltungssatzung greift hier nicht." Die gelte vor allem im Altstadtkern - dort, wo es viele Umgebindehäuser gibt. In deren Nachbarschaft müsste einiges beachtet werden, was den Baustil betrifft, damit das Ortsbild erhalten bleibt. 

Weitere Baugrundstücke in Planung

Wolfgang Zürn dreht dem Bagger den Rücken zu und schaut ins Tal. Vom Baufeld aus - also vom späteren Balkon der Anwohner - blickt man auf Ebersbach hinunter und gegenüber auf den Schlechteberg. Das neue Einkaufszentrum mit Rewe und DM  kann man zu Fuß erreichen. Auf der anderen Seite hangaufwärts geht's direkt in den Raumbusch. "Ein guter Platz zum Wohnen", sinniert der Volksbank-Vorstand. 

Für mehrere Grundstücke gibt es bereits Interessenten, berichtet Immobilienfachfrau Christine Hempel. Und das, schon bevor die Grundstücke überhaupt erschlossen sind. Es sind Familien aus der Region, die hier bauen wollen, erzählt Frau Hempel. 

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Im Spätsommer rechnen alle Beteiligten damit, dass die Bauarbeiten beendet sein werden. "Wenn wir nicht auf Unerwartetes stoßen", sagt Wolfgang Zürn. Das könnten zum Beispiel Felsen im Untergrund sein. Müssten die erst mühsam beseitigt werden, würde das den Baufortschritt für Straße und Leitungen verzögern. Aber an einen solch ungünstigen Fall will jetzt erst einmal keiner denken. Im Gegenteil: Die Volksbank plant bereits ein weiteres Baugebiet. Das liegt weiter unterhalb in Richtung Stadt. Bis spätestens 2028, so die Vereinbarung mit der Stadt, soll dieser Bereich ebenfalls erschlossen werden.

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