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Abriss am Casablanca gestartet

Ein Investor hatte das Grundstück im Riesaer Zentrum gekauft. Schon im Januar könnte die berüchtigte Kneipe verschwunden sein.

Das Casablanca in Riesa wird abgerissen.
Das Casablanca in Riesa wird abgerissen. © Sebastian Schultz

Riesa. Das Dach ist schon verschwunden, in einer Seitenwand klafft ein riesiges Loch. Am "Casablanca" in Riesa läuft bereits seit einigen Tagen der Abriss. Über Jahre hinweg war die Kneipe an der Ecke John-Schehr-/Friedrich-Engels-Straße den Nachbarn und Behörden ein Dorn im Auge gewesen. Mehrmals rückten Polizei und Ordnungsamt gemeinsam aus, weil sie Hinweise darauf hatten, dass die Betreiber gegen den Jugendschutz verstießen.

Etwas später wurde die Betreiberin zu einer niedrigen vierstelligen Geldstrafe verurteilt, weil bei einer Kontrolle auch Minderjährige in der Raucherkneipe vor Ort waren. Mit der Bar mitten im Riesaer Stadtzentrum ist nun aber endgültig Schluss. Schon im August hatte die Stadt auf Nachfrage mitgeteilt, dass das Grundstück verkauft wurde. Nähere Angaben konnte die Verwaltung damals aber noch nicht machen. Schon damals hieß es, auf der Fläche könnten Parkplätze entstehen.

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Mittlerweile hat sich das bestätigt. "Mein Stiefsohn hat das Grundstück gekauft, ihm und mir gehören zwei Häuser in der direkten Nachbarschaft", sagt Michael Andris. Der Karlsruher ist mit seiner Investorengemeinschaft in Riesa sehr aktiv, ihm gehören eine ganze Reihe an Gebäuden. Zuletzt machte er von sich reden, weil er auf dem ehemaligen Muskator-Gelände in Riesa investieren möchte. Das "Casablanca"-Grundstück zu kaufen, "war für uns nicht abwegig", sagt Andris. Parkplätze fehlten seiner Ansicht nach in der Innenstadt. "Aber ein Geschäft ist das erstmal nicht."

30 bis 40 Stellflächen könnten womöglich auf dem Grundstück entstehen, sagt Andris. Die Parkplätze lassen sich auch als Vorbereitung für seine Muskatorpläne deuten: Er müsse ja Parkflächen nachweisen, wenn er den Maschinenturm in dem Areal revitalisiere. Der Parkplatzbau dürfte allerdings noch etwas dauern. Fürs Erste ist den Investoren wichtig, dass das Gelände geräumt ist. Das soll streng genommen bis Jahresende passiert sein.

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