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B178: Neue Regierung, alte Ansichten

Auch der neue Bundesverkehrsminister geht auf die Forderungen der Interessengruppe B178 nicht ein.

Von Thomas Mielke
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Die neue B178.
Die neue B178. © Rafael Sampedro (Archiv)

Die Hoffnung der Interessengruppe B178 hat sich nicht erfüllt: Auch der neue Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) wird sich nicht für die Vierspurigkeit des Abschnitts von Nostitz zur A4 und die Nordverlängerung bis zur A15 bei Cottbus einsetzen. Das geht aus einem Antwortschreiben des Ministeriums an die IG hervor. "Ich bin von diesem Schreiben enttäuscht", sagte IG-Sprecher Michael Hiltscher der SZ. Dabei sei beides so wichtig für die Region.

Die IG hatte sich nach dem Regierungswechsel an den neuen Bundesverkehrsminister gewandt. Die Gruppe aus Unternehmern, Politikern und Privatpersonen im Südkreis Görlitz kämpft seit über 25 Jahren unter anderem für die schnelle Fertigstellung der Straße. Dazu gehört seit geraumer Zeit die Forderung nach der Nordverlängerung. Sie will auch erreichen, dass der zwischenzeitlich von vier auf drei Spuren herabgestufte, noch fehlende Abschnitt zwischen der vierspurigen A4 bei Weißenberg und der vierspurigen, fertigen B178-Ortsumgehung Löbau doch vierspurig gebaut wird. Die IG argumentiert, dass sich der Verkehr auf der leistungsfähigen Verbindungstrasse zwischen dem tschechischen und dem deutschen Autobahnnetz nach der Fertigstellung sprunghaft erhöhen wird und fordert deshalb eine "Angebotsplanung". Die Vorgaben des Bundes lassen derzeit aber nur die Planung auf Basis des Bedarfs, der auf Verkehrszählungen und Berechnungen fußt, zu. Demnach gibt es für den Anschnitt nur einen Bedarf von drei Spuren.