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Mehr als 5.000 Menschen bei Montags-Demos in Sachsen

Nach wie vor gehen mehrere Tausend Sachsen vor allem montags abends auf die Straße. Sie protestieren gegen fast alles, vor allem in Bautzen und Chemnitz.

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Am Montag demonstrierten in Chemnitz mehrere Hundert Leute gegen die Bundespolitik.
Am Montag demonstrierten in Chemnitz mehrere Hundert Leute gegen die Bundespolitik. © haertelpress

Bautzen/Chemnitz/Dresden/Leipzig. In Sachsen haben sich am Montag erneut mehrere Tausend Menschen versammelt, um gegen Entscheidungen in der Außen-, Energie- und Gesundheitspolitik zu demonstrieren. Nach Angaben der Polizei bildeten dabei die Landkreise Bautzen und Görlitz den Schwerpunkt. In der Summe seien dort bei Versammlungen etwa 3.000 Teilnehmer gezählt worden, hieß es am Dienstag.

Die meisten Personen hätten sich mit 1.600 Demonstranten in Bautzen versammelt, gefolgt von Görlitz (510), Kamenz (160), Zittau (135) und Löbau (110). Weitere Proteste gab es in Bischofswerda, Radeberg, Hoyerswerda, Bernsdorf, Niesky, Rothenburg/O.L., Ebersbach, Neugersdorf und Herrnhut. Wegen Verstöße gegen das Versammlungsgesetz erstattete die Polizei in zehn Fällen Strafanzeige.

In Chemnitz versammelten sich Angaben der Zeitung Freie Presse rund 800 Menschen. Organisiert wird der Protest von einer Initiative "Chemnitz steht auf". Bei der Mobilisierung werden auch über die Social-Media-Kanäle der als rechtsextrem eingestuften Partei Freie Sachsen genutzt. Deren Anhänger waren mit Fahnen und Plakaten zahlreich vertreten. Auch die ebenfalls rechtsextreme Identitäre Bewegung zeigte in Chemnitz Flagge.

Zahlreiche Proteste registrierte auch die Polizeidirektion Leipzig. In der Messestadt hätten sich am Montag 430 Personen versammelt. Teilweise sei es dabei zu Blockaden und Rangeleien gekommen. Nach derzeitigem Stand seien mehr als zehn Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Körperverletzung, Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Verstößen gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet worden. Im Landkreis Nordsachsen waren rund 270 Leute auf die Straßen gegangen. Im Landkreis Leipziger Land verzeichneten die Einsatzkräfte mehr als 200 Personen bei unterschiedlichen Demonstrationen.

In Dresden versammelten sich lediglich 200 Menschen nach einem Aufruf der Organisation "Dresden vereint - Das Original für Frieden, Freiheit, Tradition". (uwo/lex)