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Sachsen

Sachsens Sportvereine verlieren Mitglieder

Der Landessportbund rechnet mit 20.000 Vereinsaustritten. Vor allem Kinder kehren dem organisierten Sport den Rücken.

Sportvereine in Sachsen verzeichnet rückläufige Mitgliederzahlen.
Sportvereine in Sachsen verzeichnet rückläufige Mitgliederzahlen. © Symbolbild: dpa/Patrick Seeger

Leipzig. Die Zahl der Austritte aus sächsischen Sportvereinen im Jahr 2020 beläuft sich wie prognostiziert auf 20.000. Das gab der Landessportbund Sachsen (LSB) am Mittwoch nach der Befragung aller Vereine für die jährliche Mitgliederbestandserhebung bekannt. Damit sind im Freistaat 2,9 Prozent weniger Menschen in Sportvereinen organisiert als 20119. Auch die Zahl der Vereine ist leicht rückläufig. Elf Vereine meldeten sich ab, so dass zum 1. Januar 2021 noch 656.189 Mitglieder in 4.436 Vereinen registriert waren.

"Das vergangene Jahr war sowohl für unsere Mitgliedsvereine als auch für alle sportbegeisterten Menschen in Sachsen eine noch nie da gewesene Herausforderung. Angesichts der immer noch andauernden Zwangspause für den organisierten Sport können wir allen Beteiligten nur unseren ausdrücklichen Dank aussprechen: Den Vereinen für ihre Disziplin bei der Umsetzung der Corona-Schutzmaßnahmen und Hygienebestimmungen sowie allen Ehrenamtlichen, die mit großer Kreativität und viel Herzblut kontaktlose sportliche Alternativangebote erdacht und umgesetzt haben", sagte LSB-Präsident Ulrich Franzen in einer Mitteilung.

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Besorgt zeigen sich die LSB-Verantwortlichen mit Blick in die Zukunft. Vor allem Kinder und Jugendliche kehren dem Vereinssport den Rücken. So entfallen bei dem Mitgliederverlust von knapp 20.000 Personen rund 13.000 auf die Altersgruppe bis 14 Jahre. "Das ist ein deutliches Zeichen an die Politik, vor allem den Kinder- und Jugendsport so schnell wie möglich wieder zu öffnen", sagte Franzen. (dpa)

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