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Ex-Dynamo Mlapa bald in Japan?

Der Stürmer ist in Dresden nicht glücklich geworden, spielt aber seitdem sehr erfolgreich. Das weckt offenbar das Interesse im Fernen Osten.

Peniel Mlapa spielte nur ein knappes Jahr bei Dynamo - seit er Dresden verlassen hat, ist der Stürmer wieder erfolgreich.
Peniel Mlapa spielte nur ein knappes Jahr bei Dynamo - seit er Dresden verlassen hat, ist der Stürmer wieder erfolgreich. © Robert Michael

Dresden. Dynamo und seine Stürmer: Manche treffen erst, wenn sie den Verein verlassen haben. So jedenfalls könnte man die Geschichte von Peniel Mlapa erzählen. Der Togoer kam im August 2018 vom VfL Bochum nach Dresden, also damals von einem Konkurrenten in der 2. Fußball-Bundesliga. Dort hatte er kaum noch Einsatzzeiten, die er sich nun bei den Schwarz-Gelben erhoffte.

Immerhin wurde Mlapa als der neue große Hoffnungsträger präsentiert und zunächst schien es, als würde er den Erwartungen gerecht, als der Angreifer im Herbst in drei Spielen in Folge insgesamt vier Tore erzielte. Es blieben jedoch seine einzigen, er fiel in ein Formtief und hatte bei den Fans einen schweren Stand. Und auch ein Neustart für den Stürmer in der Winterpause misslang. Nach nur einer Saison beendete Dynamo das Missverständnis und verlieh Mlapa an den niederländischen Erstligisten VVV-Venlo. Und siehe da: Der Stürmer fand seine Treffsicherheit wieder, schoss in der Eredivisie 15 Tore bei 30 Einsätzen, eine Top-Quote.

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Durch die wiederum wurde Mlapa interessant für andere Klubs, Venlo zog zunächst die Kaufoption. Die soll Dynamo laut unterschiedlichen Medienberichten 800.000 Euro eingebracht, der niederländische Verein aber anschließend von Ittihad Kalba, einem Erstligisten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, sogar 2,5 Millionen kassiert haben. Dort war er in der vorigen Saison in der Gulf League elfmal erfolgreich und begann diese mit dem Tor zum 1:0-Sieg am vorigen Freitag gegen Ajman Club.

Zu dem Klub, bei dem Podolski spielte?

Danach gibt es bereits erste Spekulationen über einen weiteren Transfer. Laut Internetportal fußballtransfers.com (FT) könnte Mlapa nach Japan wechseln, allerdings erscheint das Gerücht eher vage. Es könnte, heißt es, "möglicherweise ... seine letzte Spielzeit in der Wüste" sein. Mlapas Vertrag läuft 2021 aus, im nächsten Sommer wäre er ablösefrei, sein Marktwert wird derzeit auf zwei Millionen Euro geschätzt. Angeblich gebe es bereits erste Interessanten, berichtet FT. 

Demnach arbeite Vissel Kobe bereits daran, den Angreifer zu verpflichten. Der japanische Erstligist habe bereits gute Erfahrungen mit ehemaligen Bundesliga-Akteuren gemacht, der bekannteste ist sicher Lukas Podolski, der von Juli 2017 bis Januar 2020 bei Kobe unter Vertrag stand und jetzt in der Türkei bei Antalyaspor spielt. 

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"Wird Mlapa der nächste?", fragt FT im Hinblick auf Kobe. Die Antwort ist offen, aber eines steht fest: Nach seiner Zeit in Dresden, die Mlapa als die schwierigste in seiner Karriere bezeichnete, lief es wieder gut für den jetzt 29-Jährigen.

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