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Sport

Die Besten fehlen beim Ski-Weltcup

Nach den Norwegern verzichten auch die Finnen und Schweden auf den Langlauf in Dresden. Sogar Weltmeisterschaften fallen Corona zum Opfer.

Johannes Høsflot Klæbo nimmt bis Ende 2020 nicht mehr an Rennen außerhalb von Norwegen teil.
Johannes Høsflot Klæbo nimmt bis Ende 2020 nicht mehr an Rennen außerhalb von Norwegen teil. © dpa/Emmi Korhonen

Stockholm. Die Corona-Pandemie sorgt im Wintersport für immer größere Probleme. Im Skilanglauf verzichten nach den Norwegern um ihre Superstars Johannes Kläbo und Therese Johaug auch die Finnen und Schweden auf Starts bei den nächsten Weltcups in diesem Monat in Davos und Dresden (19. und 20. Dezember). Außerdem sagten Ausrichter und Verbände am Mittwoch für 2021 in China als Olympia-Generalproben für Peking 2022 geplante Wettbewerbe ab, beispielsweise die Weltcups der alpinen Skirennfahrer, Nordischen Kombinierer, Skilangläufer und Skispringer sowie die Weltmeisterschaften der Skifreestyler und Snowboarder.

Wie die Norweger fürchten auch Finnen und Schweden, sich mit dem Virus zu infizieren. Dadurch bleiben drei der erfolgreichsten Skilanglaufnationen der Welt den nächsten beiden Weltcupstationen fern. Man könne derzeit keine sichere Hin- und Rückreise von und nach Dresden und Davos garantieren, betonte der schwedische Auswahlarzt Per Andersson. Die Skandinavier ließen offen, ob ihre Mannschaften im Januar 2021 an der Tour de Ski in der Schweiz und Italien teilnehmen.

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Auch Emil Iversen startet in diesem Monat nicht im Ausland.
Auch Emil Iversen startet in diesem Monat nicht im Ausland. © dpa/Vesa Moilanen

Dagegen tritt das deutsche Langlaufteam bei den Rennen in der Schweiz und beim Heimspiel an. „Wir besetzen alle Startplätze“, erklärte Bundestrainer Peter Schlickenrieder und ergänzte: „Wir haben ein gutes Konzept und sind gut aufgestellt.“ Auf die Frage, wie der Weltverband Fis auf die besondere Lage durch die Absagen reagiere, antwortete er: „Wie immer: gar nicht. Das ist ein Armutszeugnis, was da gerade passiert.“ So verkommen die Weltcups zur Farce, zum Muster ohne Wert.

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