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Hochwasser-Gefahr in Löbau-Zittau?

Die Pegel von Mandau und Neiße haben die Alarmstufe 1 überschritten - zumindest zeitweise. Die ersten Sandsäcke sind schon gestapelt. Und so ist die Prognose.

Die Mandau führt wie hier an der Brücke in Mittelherwigsdorf viel Wasser mit sich. Grund sind Tauwetter und Regen.
Die Mandau führt wie hier an der Brücke in Mittelherwigsdorf viel Wasser mit sich. Grund sind Tauwetter und Regen. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Schmelzwasser aus den Bergen und der Regen der vergangenen Tage haben die Pegelstände der Flüsse im südlichen Landkreis Görlitz seit Mittwoch deutlich steigen lassen. Das geht aus den Daten des Landeshochwasserzentrums hervor.

Am Donnerstagmorgen überschritt der Pegel der Mandau in Großschönau sogar die Alarmstufe 1, die bei der Marke von 1,40 Meter ausgerufen wird. Nach dem Mittag lag der Wert vier Zentimeter drüber, ab dem Abend schon wieder darunter. In Hainwalde trat der Fluss zeitweise sogar über die Ufer. In Zittau war sein Pegel am frühen Abend bei 1,76 Meter, sank danach wieder.

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Ein etwas anderes Bild zeigt sich an der Neiße. Der Fluss erreichte seinen bisherigen Höchststand in Zittau zwischen 8 und 9 Uhr und ab 15 Uhr bis zum späten Abend hin. Mit einem Pegel von 2,01 Meter war die Alarmstufe 1 gerade so überschritten.

Die Kameraden der Oderwitzer Feuerwehr haben an der Spitzbergstraße Sandsäcke gestapelt, weil Wasser von den Feldern auf die Straße floss.
Die Kameraden der Oderwitzer Feuerwehr haben an der Spitzbergstraße Sandsäcke gestapelt, weil Wasser von den Feldern auf die Straße floss. © xcitepress

Auch andere Bäche und Flüsse führen derzeit mehr Wasser als sonst. Am Landwasser in Oderwitz lag der Pegel am Donnerstagabend bei 72 Zentimetern, der Höchststand war hier zwischen 5 und 6 Uhr mit 77 Zentimetern erreicht. Auf den Feldern drückte allerdings das Wasser auf die Straßen. Die Feuerwehr musste Sandsäcke an der Spitzbergstraße stapeln, um die Fahrbahn zu sichern. An der Pließnitz in Rennersdorf stieg der Pegel zum Abend bis auf 1,74 Meter, am Löbauer Wasser in Großschweidnitz lag er mit bis zu 80 Zentimeter am Nachmittag am höchsten, ebenso an der Spree in Ebersbach mit bis zu 1,43 Meter - alles noch im grünen Bereich.

Im Verlauf des Donnerstages sei nur noch mit einem geringfügigen Anstieg im Flussgebiet der Neiße zu rechnen, teilte das Landeshochwasserzentrum auch gegen mit. Zum Abend sollten die Wasserstände insgesamt wieder langsam zurückgehen. Nur in Görlitz werde der Pegel noch bis kommende Nacht an der Neiße steigen, teilt das Landeshochwasserzentrum mit. Es rechnete mit dem Überschreiten der Alarmstufe 1, am Freitag aber wieder mit Werten darunter.

Für das Flussgebiet der Spree sollten die Wasserstände gleichbleiben, höchstens etwas steigen. Das Landeshochwasserzentrum erwartet aber nicht, dass die Richtwerte für Alarmstufe 1 überschritten werden. "In den nächsten Tagen fallen die Niederschläge nur gering aus, die in Schnee übergehen", heißt es. So werden die Pegel an allen Gewässern langsam wieder fallen.

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