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Bautzen

"An allen Konzertorten starten Projekte"

Spenden statt Eintritt - das war die Grundidee beim neuen Kammermusikfest Oberlausitz. Das Konzept ist aufgegangen, sagt der Intendant.

Beim Eröffnungskonzert des Kammermusikfests Oberlausitz in der Kirche Baruth musizierte unter anderem der künstlerische Leiter des Festivals Ramon Jaffé.
Beim Eröffnungskonzert des Kammermusikfests Oberlausitz in der Kirche Baruth musizierte unter anderem der künstlerische Leiter des Festivals Ramon Jaffé. © Holger Hinz

Bautzen. Sechs Konzerte in Kirchen und Schlössern: Das Kammermusikfest Oberlausitz hat den Landkreis Bautzen zum Klingen gebracht. Das Besondere dabei: Für die Konzerte wurde keine Eintritt verlangt. Statt dessen wurden die Gäste um Spenden für Projekte vor Ort gebeten. Ist die Idee aufgegangen? Sächsische.de sprach mit dem Intendanten Hagen Lippe-Weißenfeld.

Herr Lippe-Weißenfeld, das erste Kammermusikfest Oberlausitz ist Geschichte. Wie klingt das Festival bei den Organisatoren nach?

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Eine grandiose Premiere liegt hinter uns. Fantastische Musiker haben Kammermusik aus vier Jahrhunderten auf höchstem Niveau dargeboten. Es gab unglaublich schöne musikalische Begegnungen. Unser Publikum war großartig und ist begeistert mitgegangen. Die Konzertorte waren eine Traumkulisse mit exzellenter Akustik und großartigen Gastgebern. Die Oberlausitz hat sich als ländlicher Kulturraum von ihrer schönsten Seite präsentiert. Nicht zuletzt haben unsere 100 ehrenamtlich Mitwirkenden zu einer heiteren, fröhlichen Festivalstimmung beigetragen.

Mit dem Festival verbindet sich eine besondere Idee: statt Eintritt für Konzerte Spenden für Projekte vor Ort. Welche Projekte können nun umgesetzt werden?

Wir freuen uns sehr, dass dieses deutschlandweit einmalige Konzept voll aufgegangen ist. Unsere Gäste haben sich genau in dem Geist, den wir uns gewünscht haben, für ihren Konzertgenuss mit großzügigen Spenden bedankt. An jedem Konzertort kommt jetzt etwas Sichtbares in Gang, überall starten Projekte, die wir beim nächsten Mal gemeinsam feiern können. In Baruth wird die Eule-Orgel saniert, in Gröditz können neue Stühle für den Konzertsaal angeschafft werden, in Kuppritz der Holzfußboden erneuert, in Oberlichtenau das Schlossdach repariert und im Schlosspark in Milkel weiterhin die Bäume bewässert werden.

Hagen Lippe-Weißenfeld, Intendant des Kammermusikfests Oberlausitz.
Hagen Lippe-Weißenfeld, Intendant des Kammermusikfests Oberlausitz. © Holger Hinz

Wie viele Besucher kamen zum Festival?

Wir hatten über 650 Besucher, die teils aus ganz Deutschland für das Festival angereist sind. Allein zum Eröffnungskonzert in der Baruther Kirche, was wir live nach draußen übertragen haben, kamen 200 Gäste. Aber auch die Konzerte in den Schlössern Milkel mit 140 Besuchern, Gröditz und Kuppritz mit jeweils 100 sowie im Barockschloss Oberlichtenau mit 80 Besuchern waren sehr gut besucht. Zur Führung durch die Orgelmanufaktur Hermann Eule in Bautzen kamen nochmal 50 Gäste. Wir sind sehr glücklich, dass die Oberlausitzer dieses Festival als ihre Herzensangelegenheit betrachten und so ein großes Interesse an klassischer Kammermusik haben.

Sie sprachen schon „vom nächsten Mal“. Wie sehen Pläne für eine zweite Auflage aus?

Zunächst einmal werden wir die erste Auflage in alle Ruhe im Kreise aller Mitwirkenden und wichtigen Unterstützer besprechen und auswerten. Dieses Festival ist eine großartige Gemeinschaftsleistung. Deshalb entscheide auch nicht ich als Intendant allein, wie es weitergeht, sondern lege großen Wert darauf, dass wir dies gemeinschaftlich tun. Wenn sich alle eine Fortsetzung wünschen und wir eine realistische Chance haben, erneut eine stabile Finanzierung auf die Beine zu stellen, dann stehe ich selbstverständlich mit großem Vergnügen auch weiterhin zur Verfügung. Ich glaube, dass dieses Festival allerbeste Werbung für den Landkreis Bautzen ist.

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