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Dresden

CoronaCast: Die Lage auf Sachsens Intensivstationen

Sind Kliniken in Sachsen auf einen starken Anstieg der Corona-Intensivpatienten vorbereitet? Im Podcast blickt Dr. Thea Koch von der Uniklinik Dresden voraus.

Thea Koch arbeitet seit mehr als 20 Jahren am Dresdner Uniklinikum. Sie leitet den Bereich der Intensivstation, in dem auch schwer erkrankte Corona-Patienten behandelt werden.
Thea Koch arbeitet seit mehr als 20 Jahren am Dresdner Uniklinikum. Sie leitet den Bereich der Intensivstation, in dem auch schwer erkrankte Corona-Patienten behandelt werden. © Universitätsklinikum Dresden / Christoph Reichelt

Dresden. Die Anzahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in Sachsen hat sich innerhalb von drei Wochen verdreifacht. Das DIVI-Intensivregister, das deutschlandweit die Zahlen erhebt, meldet an diesem Mittwoch 258 Intensiv-Fälle im Freistaat. Die Kurve, die auf der Website des DIVI zu sehen ist, zeigt steil nach oben. Gesundheitsexperten blicken deshalb inzwischen verstärkt neben der Entwicklung von Inzidenzwerten in einzelnen Landkreisen auch auf die Auslastung der Krankenhäuser.

"Diese Daten zeigen allerdings nur den Stand im Regelbetrieb. Sollte sich die Situation verschärfen, gibt es in den Kliniken Eskalationsstufen und zusätzliche Kapazitäten", erklärt Dr. Thea Koch. Die Ärztin ist Direktorin der Anästhesie und Intensivmedizin an der Uniklinik Dresden. Sie kennt die aktuelle Lage genau und ist Talk-Gast in der neuen Folge des CoronaCast. 

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Harnwegsinfektionen können Wohlbefinden und Lebensqualität erheblich einschränken. Frauen sind davon etwa viermal häufiger betroffen als Männer.

In dem Podcast von Sächsische.de zur Pandemie schildert Koch, wie sich die Situation auf Intensivstationen und für Covid-19-Patienten seit dem Frühjahr verändert hat. "Wir wissen inzwischen viel mehr über die Krankheit und können sie entsprechend besser behandeln", sagt die Ärztin. Zudem stünde mehr medizinisches Material bereit, was die Situation auch für das pflegende Personal entspannter mache. 

Koch spricht von einer insgesamt momentan noch verhältnismäßig ruhigen Lage. "Wenn die Worst-Case-Szenarien der Prognosen allerdings zutreffen, könnte es Ende November passieren, dass wir eine Eskalationsstufe erreichen." Das hieße dann: Notreserven an Intensivbetten auffahren, Patienten mit anderen Krankheiten verlagern. "Aber es besteht aktuell kein Grund zur Panik", so Koch. 

  • Welche Behandlungsmethoden gibt es?
  • Was können Medikamente wie Remdesivir oder Dexamethason?
  • Hat eine Blutplasma-Behandlung mit Anitkörpern einen Effekt?
  • Was bedeutet Beatmung?
  • Kann man Angehörige besuchen?
  • Wie geht es nach überstandener Intensivbehandlung für Betroffene weiter?
  • Wie geht das Klinik-Personal mit den Belastungen um? 

In einem kurzen News-Überblick zu Beginn der Episode wird detailliert auf die Neuigkeiten zum Thema Impfstoff-Entwicklung sowie die Folgen der "Querdenken"-Demonstration in Leipzig eingegangen.

Das Podcast-Gespräch wurde über einen Videoanruf aufgezeichnet. Alle am Gespräch beteiligten Personen saßen ausreichend weit voneinander getrennt an verschiedenen Orten.

Hier sind ergänzende Links zu Themen, auf die in der Folge Bezug genommen wird:

Wie das Virus die Gefäße kaputt macht
Das DIVI-Intensivregister
Corona-Impfstoff: Einige Fragen noch offen
Sachsen verschärft Versammlungsregeln
Kretschmer: Die Zahlen in Sachsen reichen noch nicht
Twitter-Kanal von Andreas Szabó

So können Sie den Podcast hören

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