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Sachsen schließt zum Jahresende die Corona-Impfzentren

Der Bund lässt Ende des Jahres seine Impf-Verordnung auslaufen. Das hat Konsequenzen für die Organisation der Corona-Schutzimpfungen in Sachsen.

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Nach fast zwei Jahren beendet das Rote Kreuz die Arbeit in den Impfzentren Foto: dpa/Guido Kirchner
Nach fast zwei Jahren beendet das Rote Kreuz die Arbeit in den Impfzentren Foto: dpa/Guido Kirchner © dpa/Guido Kirchner

Dresden. Die 13 staatlichen Impfstellen in Sachsen werden zum Ende des Jahres ihre Arbeit einstellen. Corona-Schutzimpfungen werden künftig nur noch durch die niedergelassenen Ärzte verabreicht, teilten das Sozialministerium und das Deutsche Rote Kreuz am Mittwoch mit.

Bis zur Schließung am 30. Dezember können Impfwillige die letzten drei Impfstellen in den Großstädten Dresden, Leipzig und Chemnitz auch ohne Terminvereinbarung aufsuchen. In den Landkreisen gibt es diese Möglichkeit nur noch bis zum 20. Dezember. Auch Impfungen mit vorheriger Terminbuchung seien bis dahin möglich.

Grund für die Schließung ist die Entscheidung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), die Mitfinanzierung durch den Bund auslaufen zu lassen. Die staatliche Struktur sei nicht mehr erforderlich, da schon jetzt die Arztpraxen den größten Teil der Impfungen übernommen hätten, sagte Lauterbach.

Impfzentren in Sachsen schließen: Petra Köpping bedauert Entscheidung des Bundes

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) bedauerte die Entscheidung des Bundes. Die sächsischen Pläne, die Kommunen ab 2023 bei lokal ergänzenden Impfstrukturen zu unterstützen, sei nun nicht mehr umsetzbar. Corona- und andere Schutzimpfungen blieben wichtig, sagte sie. Sie forderte die Bürger auf, den Impfstatus zu überprüfen und sich vom Hausarzt beraten zu lassen. Ein ausreichendes Angebot sei auch ab 2023 gewährleistet.

Laut DRK ist die Zahl der Impfungen in den staatlichen Impfstellen inzwischen auf 1.460 pro Woche zurückgegangen. Im Oktober waren es etwa 3.700 Impfungen pro Woche. (SZ/lot)