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Sachsen

SZ-Leser spenden im Corona-Jahr so viel wie nie

Die Stiftung Lichtblick hat fast 900.000 Euro für Menschen in Not gesammelt. Auch anderswo wird mehr gespendet.

Der zwölfjährige Justin, der in einer vollstationären Wohnform mit drei anderen Kindern wohnt, ist leidenschaftlicher Radfahrer. Die Stiftung Lichtblick unterstützte den Kauf eines eigenen Rennrades.
Der zwölfjährige Justin, der in einer vollstationären Wohnform mit drei anderen Kindern wohnt, ist leidenschaftlicher Radfahrer. Die Stiftung Lichtblick unterstützte den Kauf eines eigenen Rennrades. © Ronald Bonß

Dresden. Damit hat bei der Stiftung Lichtblick niemand gerechnet: Die Leser der Sächsischen Zeitung spendeten gerade im schwierigen Corona-Jahr bis Weihnachten die Rekordsumme von 893.115,90 Euro – das sind fast 190.000 Euro mehr als im vergangenen Jahr. Dieses Geld steht Menschen in Not in Sachsen zur Verfügung. Parallel dazu sammelt die Stiftung schon seit Frühjahr Geld für Soloselbstständige, denen durch Corona die Einnahmen wegbrachen.

„Ich bin von diesem Ergebnis überwältigt“, sagt die Vorstandsvorsitzende der Stiftung Lichtblick, Katerina Lohse, und bedankt sich herzlich bei allen Spendern. „Diese enorme Summe zeigt die große Solidarität und Großzügigkeit der Sachsen, denen es gut geht, ihren Mitmenschen gegenüber.“ Katerina Lohse freut sich über größer werdende Spenden, aber auch über viele zusätzliche Hilfsangebote. So spendiert ein Landgasthof einer alleinstehenden Mutter und ihren drei Kindern in Dresden zum Fest eine fertig gebratene Gans samt Beilagen. Ein Bahnunternehmen schickte zwei große Pakete mit Zimtmandeltütchen, die über die Tafel verteilt werden.

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Spendenbereitschaft nicht nur in Sachsen

Lichtblick hat aus dem Spendentopf seit November bereits wieder 105.000 Euro für Menschen in Not ausgezahlt. Dabei handelt es sich meist um Überbrückungshilfen von bis zu 500 Euro, oft verwendet für dringend benötigte Möbel oder Haushaltsgeräte. Außerdem wurden in diesem Jahr mehr für Weihnachtsgeschenke für Bedürftige ausgegeben, vor allem für Kinder. Ein weiter wachsender Anteil der Unterstützung ging an Alleinerziehende, an Alleinstehende sowie an psychisch Kranke. Hilfsanfragen gab es auch von Menschen, die durch Corona in Not gerieten sowie von Soloselbstständigen.

Die große Spendenbereitschaft ist nicht auf Sachsen beschränkt. Der Geschäftsführer des Deutschen Spendenrates Max Mälzer erklärte, dass die Bürger gegen alle Erwartungen 2020 mehr spenden als bisher. „In einem Jahr, in dem die Unsicherheit in der Bevölkerung groß ist, viele in Kurzarbeit gegangen sind oder arbeitslos wurden, ist das eine enorme Leistung“.

Der Soziologe Heinz Bude erklärt die große Spendenbereitschaft damit, dass alle, ob reich oder arm, gespürt hätten, wie verwundbar sie sind. Diese Erkenntnis sei eine große Chance und ein guter Nährboden für eine neue Solidarität im Land.

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Wie Lichtblick hilft und Leser spenden können

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Vorstandsvorsitzende Katerina Lohse informiert, wie die Corona-Hilfe organisiert wird.

  • Die Stiftung Lichtblick veranstaltet dieses Jahr die 25. Spendensaison für unschuldig in Not geratene Menschen.

  • Die Spenden können mit beiliegendem Überweisungsträger oder online über www.lichtblick-sachsen.de/jetztspenden überwiesen werden.

  • Der Überweisungsbeleg gilt bis 200 Euro als Spendenquittung. Für größere Überweisungen senden wir bei Angabe einer Adresse eine Quittung.

  • Hilfesuchende wenden sich bitte an Sozialeinrichtungen ihrer Region wie Diakonie, Caritas, DRK, Volkssolidarität, Jugend- und Sozialämter.

  • Die Sächsische Zeitung veröffentlicht automatisch die Namen der Spender. Wer anonym spenden will, vermerkt beim Verwendungszweck „Anonym“.

  • Erreichbar ist Lichtblick:
    Telefon: Dienstag und Donnerstag von 10 bis 15 Uhr unter 0351 4864 2846, Fax - 9661.
    E-Mail: [email protected]
    Post: Sächsische Zeitung, Stiftung Lichtblick, 01055 Dresden
    www.lichtblick-sachsen.de

  • Spenden an:
    Ostsächsische Sparkasse Dresden,
    BIC: OSDDDE81
    IBAN: DE88 8505 0300 3120 0017 74

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