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Niedrigwasser in der Elbe in Dresden: Dampfer fallen aus

Der Dresdner Elbe fehlt das Wasser. Die Weiße Flotte sagt deshalb Dampferfahrten ab.

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Wegen Niedrigwasser fahren weniger Schiffe auf der Elbe.
Wegen Niedrigwasser fahren weniger Schiffe auf der Elbe. ©  Archiv/Ronald Bonss

Dresden. Wegen des aktuell niedrigen Wasserstandes ist die Fahrgastschifffahrt auf der Elbe um Dresden reduziert worden. Drei Linien müssen "leider entfallen", wie die Weiße Flotte Sachsen GmbH am Freitag auf ihrer Internetseite mitteilt.

Die Weinstraßen-Tour am Freitag gehe nur bis Meißen, damit ist Diesbar-Seußlitz vorübergehend abgehängt. Die Elbtallinie (Dresden - Bad Schandau - Dresden) entfällt aufgrund eines technischen Defekts. Auch die Canalettofahrt in Dresden am Sonnabend um 14.30 Uhr muss wegen des Niedrigwassers abgesagt werden.

Zudem muss auch der Wanderdampfer (Dresden - Bad Schandau) am Ufer bleiben. Die Fahrten in die Sächsische Schweiz fallen am Wochenende wegen des fehlenden Wassers aus. Am Pegel Dresden wurde am Vormittag ein Wasserstand von 72 Zentimetern gemessen, normal sind zwei Meter.

Der Wasserstand der Elbe schwankte in dieser Woche sehr stark. Am Dienstag stand er bei 68 Zentimetern - der Tiefststand. Dann stieg er auf knapp einen Meter. Dabei blieb es auch am Donnerstagvormittag, bevor es am Nachmittag dann wieder deutlich bergab ging. Für das Wochenende sagen die Experten einen Pegel von etwas über 70 Zentimetern voraus.

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Stefan Bloch, einer der zwei Geschäftsführer der Flotte, erklärt, für die Ausflugsschiffe sei der Pegelstand in Usti nad Labem entscheidend. 18 bis 24 Stunden betrage die "Vorlaufzeit". Was also in Usti passiert, kommt in Dresden knapp einen Tag später an. Dass der Pegel Mitte dieser Woche stark gestiegen ist, liegt offenbar an Regen in Tschechien und der Tatsache, dass im Nachbarland Schleusen geöffnet worden sind. Laut Bloch bekommen die Dresdner Pegelvorhersagen aus Tschechien jeweils am Vormittag. Dann könne der weitere Verlauf abgeschätzt werden.

Die Dampfschifffahrt hat in diesem Jahr erstmals einen Fahrplan, der mehrere Wasserstands-Stufen berücksichtigt. "Aktuell fahren wir den kompletten Fahrplan in der höchsten Niedrigwasserstufe", so der Geschäftsführer am Mittwoch - das bedeutet 40 bis 50 Prozent weniger Auslastung der Schiffe. "Unter Pegel Dresden 75 cm haben wir schon größere Einschränkungen". Fällt der Wasserstand auf 60 Zentimeter, werde hauptsächlich noch die Strecke zwischen dem Terrassenufer und Blasewitz angeboten. "Unter Pegel Dresden 50 Zentimeter wird es sehr kritisch."

Für das Elbhangfest, das am Freitag beginnt und für das ein Dampfer-Shuttle geplant ist, bedeutet das, dass es voraussichtlich keine Fahrteinschränkungen gibt. Bis zu fünf Mal täglich soll ein Schiff Festbesucher zwischen Blasewitz und Pillnitz hin- und herfahren. (dpa/mit SZ/luz und SZ/csp)