Dresden
Merken

Dresdner Grüne fordern freie Fahrt für Radler während des Striezelmarktes

Bisher war die Wilsdruffer Straße in Richtung Pirnaischer Platz während des Dresdner Striezelmarktes für Radfahrer gesperrt. Die Grünen wollen das ändern.

Von Dirk Hein
 2 Min.
Teilen
Folgen
NEU!
Bisher während des Dresdner Striezelmarktes nicht erlaubt: die Durchfahrt per Rad in Richtung Pirnaischer Platz.
Bisher während des Dresdner Striezelmarktes nicht erlaubt: die Durchfahrt per Rad in Richtung Pirnaischer Platz. © ADFC Dresden

Dresden. Seit 2017 sperrt die Stadt immer in der Weihnachtszeit die Wilsdruffer Straße vom Postplatz in Richtung Pirnaischer Platz. So soll die Sicherheit für alle Besucher des Striezelmarktes erhöht werden. Weil auch Radfahrer davon betroffen sind und die Polizei dieses Durchfahrtsverbot auch kontrollierte, beklagte der ADFC im Dezember bereits eine unnötige "Radverkehrsblockade". In diesem Winter soll das anders werden.

Konkret haben die Grünen im Dresdner Stadtrat einen Antrag eingebracht. Demnach soll das Rathaus kurzfristig schon im kommenden Winter die Voraussetzungen schaffen, "dass die südliche Fahrbahn der Wilsdruffer Straße für den Zeitraum von Marktveranstaltungen und insbesondere während des Striezelmarktes für den Radverkehr grundsätzlich nutzbar bleibt".

Laut Antrag soll eine zeitliche Differenzierung der Freigabe geprüft werden. "Wir können uns durchaus vorstellen, dass zum Beispiel an einem Samstagabend der Radweg weiterhin nicht nutzbar bleibt. Wer aber unter der Woche am Striezelmarkt mit dem Rad vorbeifährt, der behindert niemanden", sagt Susanne Krause (Grüne). Da das Fahrrad zunehmend ganzjährig genutzt wird, müssten Alltagswege auch in den Wintermonaten zuverlässig zur Verfügung stehen.

CDU sieht wenig Spielraum für Freigabe

Auch der ADFC kritisiert, dass der Radweg selbst im morgendlichen Berufsverkehr oder nachts, wenn der Striezelmarkt geschlossen ist, gesperrt ist. Leichte und sichere Umleitungen gibt es demnach nicht. "Selbst für den Striezelmarkt wäre es schließlich kein Nachteil, wenn die Menschen ihn nicht nur mit der Straßenbahn, sondern auch mit dem Fahrrad gut erreichen", sagt ADFC-Geschäftsführer Edwin Seifert.

Die Dresdner CDU sieht für eine Freigabe der Strecke für Radfahrer wenig Spielraum. "Wenn Dresden die Straße sperrt, dann sollte dies eigentlich für alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen erfolgen. Der Sicherheitsaspekt überwiegt an dieser Stelle", sagt Stadtrat Veit Böhm. Laut Böhm kann jedoch das Gespräch mit der Stadt gesucht werden, ob eine Freigabe der Strecke für Radfahrer eventuell vormittags möglich ist. "Dafür braucht es aber keinen extra Antrag im Rat."