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Plötzlich vor Gericht: Verdacht auf Corona-Betrug

Mit Corona-Hilfen wurde betrogen. Doch ein Verfahren gegen eine Görlitzerin zeigt auch, wie schnell Geschäftsleute durch Unklarheiten in Verdacht geraten können.

Von Susanne Sodan
 5 Min.
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Der Zeichner Kostas Koufogiorgos machte sich diesen Reim auf die Corona-Hilfen.
Der Zeichner Kostas Koufogiorgos machte sich diesen Reim auf die Corona-Hilfen. © Kostas Koufogiorgos

Die Anklage hört sich hart an: Subventionsbetrug. Eine Görlitzer Geschäftsfrau habe im April 2020 bei der SAB Corona-Soforthilfe für ihr Gewerbe beantragt, 6.000 Euro für drei Monate. In ihrem Antrag habe sie einen Liquiditätsengpass wegen fehlender Einnahmen prognostiziert. Doch, so die Staatsanwaltschaft, der Frau sei zu der Zeit klar gewesen, dass für ihr Geschäft - ein kleineres Ladengeschäft in der Görlitzer Innenstadt - in drei Monaten keine Betriebskosten in Höhe von 6.000 Euro anlaufen würden. Sondern weniger. Doch korrigiert habe die Frau ihre Angaben gegenüber der SAB nicht. Sie erhielt das Geld im Juli.

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