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Wie Görlitz die Konzerne für sich gewinnt

Siemens, Birkenstock, Alstom: Görlitz als Wirtschaftsstandort ist gefragt und gefährdet. Nur mit Stadt und Region sind die Jobs zu sichern. Ein Kommentar.

Symbolfoto
Symbolfoto © nikolaischmidt.de

Die Meldungen aus der Görlitzer Wirtschaft in dieser Woche sind verwirrend uneindeutig: Birkenstock investiert acht Millionen Euro in sein Görlitzer Werk, das mittlerweile der größte Industriebetrieb der Stadt ist; Siemens will weitere 127 Stellen in Görlitz streichen, obwohl die Ausrichtung des Turbinenwerks mit seinem Innovationscampus und der Erforschung des Wasserstoffs voll in die Zukunftsstrategie von Siemens passt; und schließlich ist das Kapitel Bombardier im Görlitzer Waggonbau beendet, doch mehr als ein Aufatmen verbindet kaum jemand mit der Nachricht, dass nun Alstom wirklich das Sagen hat. Zu wenig ist zu erkennen, wohin die Reise für das traditionsreiche Görlitzer Werk gehen wird.

Görlitz scheint wieder mal Spielball von großen Konzernen und Entscheidungen in deren Zentralen zu sein. Dort spielen meist ganz andere Dinge eine Rolle, als das Werk vor Ort. Das kann mal gut gehen, das kann mal schwierig werden. Die drei Beispiele dieser Woche zeigen das eindrucksvoll.

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Andererseits kann man auch das Gute sehen: Welche vergleichbar große Stadt kann von sich behaupten, Standort dreier Weltkonzerne zu sein. Görlitz ist es. Und wenn man noch Sysmex hinzurechnet, dann kommt man sogar auf noch mehr. Offensichtlich sehen diese Unternehmen positive Seiten an Görlitz, sonst wären sie längst weg. Ja, es ist manchmal anstrengend, für die Werke und die Arbeitsplätze zu kämpfen. Aber so ist das andernorts auch, geschenkt wird niemandem etwas.

Die Strategie der Siemensianer von 2017/2018 war richtig: Mit einem eigenen Konzept für den Standort kämpfen. Und gemeinsam mit der Stadt und der gesamten Region an gemeinsamen Projekten arbeiten. Für Alstom in Görlitz wäre das vielleicht auch eine Wasserstoff-Straßenbahn, die auf dem Görlitzer Stadtnetz ausprobiert werden kann.

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