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KTSN Pirna ist gerettet

Firmen aus der ganzen Welt hatten sich für das insolvente Unternehmen interessiert. Den Zuschlag hat die Eissmann Gruppe aus Bad Urach bekommen.

Die Pirnaer KTSN wird von einem Bad Uracher Unternehmen übernommen.
Die Pirnaer KTSN wird von einem Bad Uracher Unternehmen übernommen. © Daniel Schäfer

Für den ersten der insolventen Automobilzulieferer im Landkreis ist eine Lösung gefunden. In der letzten Februarwoche sind die Verträge für die Übernahme der Minda KTSN Plastic Solutions GmbH & Co. KG unterzeichnet worden. Die Eissmann Gruppe mit Hauptsitz in Bad Urach übernimmt die europäischen Standorte des bisher unter indischer Führung stehenden Unternehmens. Damit ist auch Pirna als Zentrale gerettet.

Spätestens zum 31. März soll die operative Übernahme erfolgen, sagt Insolvenzverwalter Rainer M. Bähr. „Durch die Übernahme werden über 400 Arbeitsplätze in Europa gesichert und die Standorte bleiben erhalten“, sagt Sami Sagur, Chief Financial Officer der Eissmann Group Automotive. Pirna ist mit rund 300 Beschäftigten der größte europäische Standort.

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Eissmann weltweit aktiv

Die Eissmann Group Automotive ist mit zwölf Standorten auf drei Kontinenten vertreten und hat weltweit rund 5.000 Mitarbeiter. Eissmann arbeitet mit nahezu allen namhaften Automobilherstellern und -zulieferern zusammen. Schwerpunkt der Bad Uracher sind hochwertige Innenraumausstattungen. Ziel sei es, die unterschiedlichen Kompetenzen und Technologien zu neuen Lösungen zusammenzuführen. "Wir werden einzigartige Lösungen umsetzen, die begeistern und nicht nur zukunftsfähig, sondern auch nachhaltig sind“, sagt Dr. Wolfgang Braun, Chief Executive Officer der Eissmann Group Automotive.

Hoffnung auch für Neustadt und Dohna

Die KTSN produziert unter anderem Handschuhfächer, Sitzverschalungen sowie Getränkehalter und weitere Kunststoffteile für Autoproduzenten. Das Unternehmen hatte im Juni vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet. Insolvenzverwalter Bähr hatte Anfang Februar angekündigt, kurz vor einer Lösung zu stehen.

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Auch für das ebenfalls insolvente Unternehmen Veritas in Neustadt soll die Rettung in greifbarer Nähe sein. Für Druckguss Dohna wird ebenfalls ein Investor gesucht. Bei allen drei Unternehmen waren im vorigen Jahr die Krise der Automobilbranche und Corona zusammengekommen.

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