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Dresden: Zehntes Corona-Todesopfer

Ein weiterer Patient hat es nicht geschafft, teilte das Gesundheitsamt am Montag mit. Das sind die neuesten Zahlen aus Dresden.

In Dresden gibt es ein zehntes Corona-Todesopfer.
In Dresden gibt es ein zehntes Corona-Todesopfer. © Sebastian Kahnert/dpa (Archiv)

Dresden. Traurige Nachrichten zum Wochenstart: In Dresden wird ein weiterer Todesfall auf das neuartige Coronavirus zurückgeführt. Das Gesundheitsamt meldete am Montagmittag den zehnten Sterbefall. Außerdem musste ein weiterer Patient ins Krankenhaus eingewiesen werden.

Infizierte und Genesene

Insgesamt gibt es in Dresden bisher 618 nachgewiesene Corona-Infektionen. Damit ist den dritten Tag in Folge kein neuer Fall gemeldet worden. Von den 618 Infizierten gelten inzwischen 578 als genesen. Im Umkehrschluss heißt das, dass rund 40 Infektionen noch aktiv sind.

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Als Grundlage dieser Schätzung dient die Annahme, dass die Menschen - sofern sie nicht ins Krankenhaus eingewiesen wurden - nach 14 Tagen als genesen gelten. Bei Infizierten, die stationär behandelt wurden, gilt ein 30-Tage-Zeitraum nach der Meldung der Infektion, so das Gesundheitsamt.

Stationäre Fälle und Todesfälle

Etwas mehr als jeder zehnte infizierte Dresdner erkrankt nach einer Corona-Infektion so schwer, dass er im Krankenhaus behandelt werden muss. Am Montag kam ein weiterer Patient dazu, sodass die Zahl der Krankenhauseinweisungen auf 76 stieg. Zwei davon befinden sich derzeit in Krankenhäusern, so das Gesundheitsamt.

Darüber hinaus hat die Behörde am Montag einen weiteren Todesfall bekanntgegeben. Damit werden bisher zehn auf das neuartige Coronavirus zurückgeführt. Zum Alter und Geschlecht des zehnten Opfers ist bisher nichts bekannt.

Von den anderen Todesfällen waren fünf im Alter zwischen 60 und 79 Jahren. Vier Tote waren älter als 80 Jahre. Insgesamt sind bisher rund 1,6 Prozent aller Infizierten in der Landeshauptstadt gestorben. Für ganz Sachsen liegt die Sterblichkeitsrate derzeit bei 3,9 Prozent.

Altersgruppen und Geschlecht

Die meisten Infizierten werden in der Gruppe der 35- bis 59-Jährigen gezählt. Die zweithöchsten Zahlen kommen aus der Gruppe der 15- bis 34-Jährigen. Zu diesen beiden Gruppen mittleren Alters zählen rund 70 Prozent aller Infizierten in Dresden.

Auch 18 Kinder im Alter bis 14 Jahre haben sich bisher infiziert.

In der als besonders gefährdet geltenden Gruppe der über 60-Jährigen gibt es bislang 128 nachgewiesene Infektionen.

Das Robert-Koch-Institut hat bislang alle 618 Fälle ausgewertet, auch nach dem Geschlecht. Das Ergebnis: In Dresden sind etwa gleich viele Frauen (304) wie Männer (314) infiziert.

Die Kennziffer, die über die Corona-Regeln entscheidet

Mit Stand vom Montag infizierten sich in den vergangenen sieben Tagen genau zwölf Dresdner. Das entspricht 2,2 Infektionen pro 100.000 Einwohner. Grundlage bilden die Meldedaten des Gesundheitsamtes sowie die Einwohnerzahl von 554.649 Menschen, die auch vom Robert-Koch-Institut genutzt wird.

Hintergrund: Es darf nur noch eine bestimmte Anzahl an Infektionen innerhalb einer Woche in Dresden dazukommen. Wird diese überschritten, müssen die Corona-Regeln wieder verschärft werden. Darauf hatten sich Bund und Länder geeinigt. Konkret bilden 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen die Obergrenze. Damit wären absolut mehr als 270 Infektionen in einer Woche möglich, ohne dass die Corona-Regeln verschärft würden. Mit 2,2 Infektionen liegt Dresden derzeit also deutlich unter der Obergrenze.

Dresden im Vergleich

Wenn sich in einer Stadt wie Dresden mehr als 600 Menschen infizieren, mag das viel klingen. Im Verhältnis zu den hier lebenden Menschen - über eine halbe Million sind das - relativiert sich diese Zahl jedoch. Dagegen können 100 Fälle für einen nur halb so großen Landkreis sehr viel sein. Deshalb rechnen Wissenschaftler die Infektionen in einer Kommune um auf 100.000 Einwohner. Somit werden die Fallzahlen vergleichbar.

Auch im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten hält sich das Infektionsgeschehen in Dresden aktuell in Grenzen.

Die teils geringeren Fallzahlen für Sachsen auf der Deutschland-Karte ergeben sich aus dem Meldeverzug an das Robert-Koch-Institut.  

Über das Coronavirus informieren wir Sie laufend aktuell in unserem Newsblog.

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