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Corona-Inzidenz in Dresden steigt stark

Das Gesundheitsamt meldet am Donnerstag mehr als 200 Neuinfektionen und fünf weitere Corona-Tote. Die neuesten Corona-Zahlen aus Dresden.

Die Zahl der Corona-Fälle in Dresden steigt rasant.
Die Zahl der Corona-Fälle in Dresden steigt rasant. © dpa/Sebastian Kahnert

Dresden. Die Zahl der Neuinfektionen in Dresden steigt rasant: Nach den mehr als 350 neuen Fällen am Mittwoch meldet das Gesundheitsamt am Donnerstag 206 Neuinfektionen - und weitere Tote. Das sind die neuesten Zahlen zur Pandemie in Dresden.

Neuinfektionen: Am Donnerstag hat die Stadt 206 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Insgesamt haben sich seit Pandemiebeginn im März 2020 nachweislich 34.979 Menschen in der Stadt angesteckt.

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Genesene und aktive Infektionen: Bei 32.320 Infizierten schätzt das Gesundheitsamt, dass sie die Infektion bereits überstanden haben. Die Schätzung ergibt sich aus der Annahme, dass die Infizierten auch zwei Wochen nach der Meldung nicht ins Krankenhaus mussten. Wer doch in einer Klinik versorgt werden musste, bei dem wird eine Genesung nach einem Monat angenommen. Das Gesundheitsamt betont: "Da im Einzelfall auch deutlich längere Erkrankungsverläufe möglich sind, stellen die berechneten Daten nur grobe Schätzungen dar." Abzüglich der Zahl aller Verstorbenen würde dies heißen, dass derzeit 1.527 Infektionen aktiv sind.

Infektionen in Schulen, Kitas und Pflegeheimen: Mit Stand vom Donnerstagmorgen sind 34 Schulen und Horte, 19 Kitas und 3 Pflegeheime von Corona-Infektionen betroffen. In Quarantäne befinden sich 129 Kita-Kinder beziehungsweise Erzieher sowie 338 Schüler beziehungsweise Lehrer und 7 Menschen in Pflegeheimen.

Darüber hinaus gilt der Beobachtungsstatus für mindestens 227 Kita-Kinder/Erzieher sowie 210 Schüler/Lehrer. Worin der Unterschied zwischen Quarantäne und Beobachtung liegt, erfahren Sie hier. Zu beachten ist, dass für 26 der 53 betroffenen Kitas und Schulen noch keine Angaben zu Quarantäne und Beobachtung gemacht wurden, da laut Gesundheitsamt noch Kontaktermittlungen durchgeführt werden.

Krankenhauseinweisungen: Das Gesundheitsamt hat am Donnerstag fünf weitere Klinikeinweisungen wegen Covid-19 gemeldet.

Auf den Intensivstationen der Stadt sind am Donnerstagmittag 26 Covid-19-Patienten versorgt worden, wie aus dem Register der Intensivmediziner hervorgeht. Elf Erkrankte mussten invasiv beatmet werden.

Seit Pandemie-Beginn im März 2020 benötigten insgesamt 2.818 Infizierte eine stationäre Versorgung. Gezählt werden laut Gesundheitsamt nur Patienten, die im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stationär behandelt werden.

Todesfälle: Die Stadt hat am Donnerstag fünf weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt starben bisher 1.132 Dresdner im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Alter der Infizierten: Den absoluten Zahlen zufolge haben sich bisher vor allem Dresdner im Alter zwischen 35 und 59 Jahren angesteckt. Knapp 37 Prozent aller Infizierten in Dresden gehört dieser Altersgruppe an. Es folgen die 15- bis 34-Jährigen (knapp 30 Prozent) und die über 60-Jährigen (etwa 25 Prozent).

Alter der Verstorbenen und Fallsterblichkeit: Insgesamt sind bisher rund 3,3 Prozent aller nachweislich Infizierten in der Landeshauptstadt gestorben. Knapp drei Viertel der Verstorbenen kamen aus der Gruppe der über 80-Jährigen. Betrachtet man nur diese Altersgruppe, so liegt die Fallsterblichkeit dort bei gut 22 Prozent. Zu beachten ist, dass diese Zahl den kompletten Pandemiezeitraum umfasst, also auch jene Periode, in der es noch keine Corona-Schutzimpfungen gab. Bei den Kindern und Teenagern liegt die Fallsterblichkeit bei null Prozent.

Die Inzidenz: Die Sieben-Tage-Inzidenz ist das erste Kriterium, das entscheidet, wie umfangreich die Corona-Regeln ausfallen. Sie gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich innerhalb der vergangenen sieben Tage neu mit dem Virus infiziert haben. Am Donnerstag liegt sie bei 160,5.

Die Bettenauslastung: Das zweite Kriterium ist die Bettenauslastung in allen sächsischen Krankenhäusern. 299 Betten auf Normalstationen und 119 Betten auf Intensivstationen sind Stand Donnerstagmorgen dort mit Corona-Patienten belegt gewesen.

Die aktuell gültigen Regeln: Da die Inzidenz bereits am 11. September fünf Tage am Stück über der Marke von 35 lag, gelten in Dresden seitdem wieder Regelverschärfungen. So müssen sich ungeimpfte und ungenesene Menschen wieder testen lassen, wenn sie zum Beispiel ein Restaurant oder einen Friseursalon betreten wollen. Geimpfte und Genesene müssen Nachweise vorlegen (3G-Regel).

Die Bettenauslastung sorgt aktuell für keine zusätzlichen Regelverschärfungen. Sind so viele Betten belegt, dass die Vorwarnstufe an fünf aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird, werden die Corona-Regeln am übernächsten Tag in ganz Sachsen verschärft. Private Zusammenkünfte im öffentlichen und privaten Raum sind dann nur bis maximal zehn Personen zulässig. Geimpfte, Genesene und unter 14-Jährige sind ausgenommen. Eine weitere Eskalationsstufe gibt es, wenn noch mehr Corona-Patienten in die Krankenhäuser kommen.

In Dresden sind bisher mehr als 301.000 Menschen vollständig geimpft worden (Stand: 12.10.2021). Dabei handelt es sich auch um Bürgerinnen und Bürger, die nicht in Dresden leben, sich ihr Impfzentrum aussuchen durften und sich in der Stadt haben impfen lassen.

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Andererseits fehlen in der Statistik Dresdner, die sich außerhalb Dresdens impfen ließen. Die Impfquote für die Landeshauptstadt - sie liegt derzeit bei rund 54 Prozent - ist damit nur bedingt aussagekräftig.

Darüber hinaus haben mehr als 3.600 Menschen in Dresden eine Auffrischungsimpfung bekommen. Sie wird über 70-Jährigen sowie Personen mit bestimmten Vorerkrankungen empfohlen, deren Zweitimpfung ein halbes Jahr her ist.

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