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Dynamo zweifelt Corona-Ergebnisse an

Wegen mehrerer positiver Tests musste die gesamte Mannschaft in Quarantäne - ein Grund für den Abstieg. Jetzt wehrt sich der Verein mit neuen Argumenten.

Die Plakate auf der Tribüne im Rudolf-Harbig-Stadion sind eingerollt, doch die Frage bleibt: Wie geht es weiter für Dynamo - und vor allem in welcher Liga?
Die Plakate auf der Tribüne im Rudolf-Harbig-Stadion sind eingerollt, doch die Frage bleibt: Wie geht es weiter für Dynamo - und vor allem in welcher Liga? © dpa/Robert Michael

Dresden. Dynamo Dresden will sich mit dem Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga nicht abfinden. Zum einen treibt der Verein seine Klagestrategie gegen den aus seiner Sicht unfairen Umgang voran. Parallel wird offenbar eine gütliche Lösung mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL) gesucht. Erste Gespräche von Dynamos Geschäftsführern Michael Born und Ralf Becker mit drei Vertretern des Ligaverbandes gab es in der vergangenen Woche.  Ziel ist es, den Abstieg in die 3. Liga zu annullieren, stattdessen soll die zweite Liga von 18 auf 20 Mannschaften aufgestockt werden. 

Der Verein sieht sich aufgrund einer 14-tägigen Quarantäne für die gesamte Mannschaft nach zwei Corona-Fällen im Team ungerecht behandelt. Wie jetzt bekannt wurde, zieht Dynamo auch die Ergebnisse der Corona-Tests des von der DFL bestimmten Labors in Jena in Zweifel. Das berichtet die Sport-Bild in ihrer Ausgabe vom Mittwoch. 

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Demnach haben die Verantwortlichen eine Kontrolluntersuchung in einem anderen Labor veranlasst. Dabei soll ein Test auf Corona-Antikörper bei den insgesamt vier Spielern, die zuvor bei verschiedenen Testreihen positiv auf das Covid-19-Virus getestet worden waren, negativ ausgefallen sein. Außerdem, so berichtete die Bild-Zeitung am Dienstag, soll Dynamo inzwischen die Notwendigkeit der Quarantäne generell infrage stellen.

Der Mannschaftsarzt hat die Quarantäne verteidigt

Dem entgegen steht die Aussage von Mannschaftsarzt Onays Al-Sadi, der in einer Presseerklärung des Vereins am 21. Mai die Maßnahme verteidigt hatte. "Es zeigt sich, dass das Dresdner Gesundheitsamt mit der viel diskutierten Maßnahme der häuslichen Quarantäne unserer Mannschaft absolut verantwortungsvoll und richtig gehandelt hat, denn so konnten wir eine Infektionskette innerhalb unseres Teams frühzeitig durchbrechen", erklärte der Arzt.

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Ungeachtet dessen hat Dynamo in einem Rechtsgutachten die Chancen einer Klage vor dem DFB-Sportgericht überprüfen lassen - und dabei neue Ansatzpunkte erhalten, wie Geschäftsführer Born vergangene Woche sagte. Über die konkreten Ergebnisse des Gutachtens und die Schlussfolgerungen daraus sowie den Inhalt der Gespräche mit der DFL schweigt der Verein. "Wir können das weder bestätigen noch dementieren, weil wir uns dazu überhaupt nicht äußern", sagte Dynamo-Sprecher Lennart Westphal am Dienstag auf Nachfrage von Sächsische.de, bestätigte aber, dass es Gespräche gebe. Man gehe mit weiteren Informationen erst in die Öffentlichkeit, wenn es final etwas zu vermelden gibt.

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