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Leben und Stil

Mehr Frauen in Sachsen überleben Brustkrebs

In diesem Jahr werden 3.700 neue Fälle erwartet. Die Chancen auf Heilung steigen.

© www.pixabay.com

Brustkrebs ist bei Frauen mit Abstand die häufigste Krebserkrankung, doch die Überlebensraten sind gestiegen, wie aus dem am Freitag vorgestellten Bericht des Gemeinsamen Krebsregisters hervorgeht. Demnach werden in diesem Jahr etwa 3.700 Frauen in Sachsen neu an Brustkrebs erkranken. Damit betrifft fast jede dritte Krebsdiagnose bei Frauen die Brust.

Die ersten fünf Jahre nach der Diagnose überleben in Sachsen 87 Prozent der Patientinnen, nach zehn Jahren sind es 82 Prozent. Wird der Brustkrebs in einem frühen Stadium entdeckt, wenn der Tumor kleiner als zwei Zentimeter ist und keine Metastasen gebildet hat, liegt die Überlebensrate bei 92 Prozent und damit etwa so hoch wie in der nichterkrankten Bevölkerung. Pro Jahr sterben 840 Frauen an Brustkrebs.

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Da die Prognose bei frühzeitiger Erkennung und Behandlung so gut ist, rät Sachsen Gesundheitsministerin Barbara Klepsch zur Teilnahme am Mammografie-Screening – dem vorsorglichen Röntgen der Brust. 

Seit 2007 haben Frauen zwischen 50 und 69 Jahren in Sachsen alle zwei Jahre Anspruch darauf. Sie werden von den Mammografie-Zentren eingeladen, können sich jetzt aber auch online Termine vereinbaren. „Damit wird der Zugang zur Früherkennung erheblich erleichtert“, sagt sie. Denn die sächsischen Frauen werden zunehmend früherkennungsmüde, wie der Chef von Sachsens Radiologen Dr. Klaus Hamm sagt. „Noch vor fünf Jahren nutzten 70 Prozent der Anspruchsberechtigten dieses Angebot – wir waren deutschlandweit spitze. Heute kommen wir noch auf 55 Prozent und liegen etwa im Bundesdurchschnitt.“

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Was auch auf die bessere Aufklärung zurückzuführen ist, denn die Frauen bekommen mit dem Einladungsschreiben eine Informationsbroschüre, in denen von falschpositiven und -negativen Ergebnissen die Rede ist, auch vom Strahlenrisiko. Doch deutlich wird auch, das die Früherkennung mindestens zwei von 1000 Frauen das Leben retten kann.

Im Schnitt liegt das Alter bei der Diagnose in Sachsen bei 64 Jahren. Drei Viertel alle Tumore sind kleiner als zwei Zentimeter, so Hamm. 

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