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Inflation in Sachsen steigt auf 1,3 Prozent

Der Liter Vollmilch kostet jetzt im Supermarkt wieder 79 Cent, wie vor der Mehrwertsteuersenkung. Andere Preise sind gerade stärker gestiegen.

Ein typischer Warenkorb in Sachsen kostet jetzt 1,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Statistiker berücksichtigen dabei auch die Entwicklung von Wohnungsmiete und Benzinpreis.
Ein typischer Warenkorb in Sachsen kostet jetzt 1,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Statistiker berücksichtigen dabei auch die Entwicklung von Wohnungsmiete und Benzinpreis. © Symbolbild: Christian Juppe

Kamenz. Benzin und Fleisch sind teurer geworden, aber Heizöl und Gemüse sind billiger als vor einem Jahr: Die Inflationsrate in Sachsen ist insgesamt auf 1,3 Prozent gestiegen. Das ist die Teuerung für einen typischen Warenkorb einschließlich Mieten und Verkehr, ausgerechnet von Sachsens Statistischem Landesamt in Kamenz.

Im Dezember hatte die Inflationsrate in Sachsen noch genau null Prozent betragen. Damals galt allerdings noch die ermäßigte Mehrwertsteuer von 16 statt 19 Prozent, für Lebensmittel und einige andere staatlich begünstigte Produkte waren es vorübergehend fünf statt sieben Prozent.

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Beim Einkaufen von Nahrungsmitteln und Getränken bekamen Sachsen im Februar die Teuerung zu spüren, berichteten die Kamenzer Statistiker. In den Läden verschwanden zunehmend die krummen Preise, die zur Mehrwertsteuersenkung Mitte vorigen Jahres angeschrieben worden waren.

Zum Teil waren diese Preissenkungen schon im Januar zurückgenommen worden, aber nicht überall gleichzeitig. Der Liter Vollmilch kostet jetzt beim Discounter wieder 79 statt 77 Cent. Kaffee wurde im Februar teurer - laut Statistik in Sachsen unter dem Einfluss der Wochenangebote um sechs Prozent.

Preisvergleich unvollständig, wo Läden geschlossen

Im Januar waren die Preistabellen der Kamenzer Statistiker noch lückenhaft, weil Geschäfte wegen Corona ganz geschlossen blieben. Auch in den Tabellen für Februar stehen einige Angaben noch in Klammern, weil etwa ein Preisvergleich in Bekleidungsgeschäften nur eingeschränkt möglich ist. Die Jahres-Teuerung für Bekleidung wird in Klammern mit 4,4 Prozent angegeben, für Schuhe mit 3,1 Prozent.

Inzwischen ist durch die Abholmöglichkeit „Click & Collect“ zutage getreten, dass beispielsweise Farben und Lacke von Januar zu Februar 1,9 Prozent teurer wurden und Werkzeuge für Haus und Garten 1,4 Prozent. Solche Produkte dürfen inzwischen auch in Sachsen wieder von Privatleuten, und nicht nur von Handwerkern, in Baumärkten abgeholt werden - allerdings ist vorgeschrieben, sie zuvor zu bestellen.

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Zur Teuerung trugen vor allem die Kraftstoffe bei: Diesel war im Februar in Sachsen 2,1 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, Benzin 1,6 Prozent. Fleisch wurde 1,7 Prozent teurer verkauft, aber frisches Gemüse 8,2 Prozent billiger. Der Heizölpreis stieg im Februar zwar deutlich, erreichte aber nicht das Niveau von vor einem Jahr. Die Kaltmieten stiegen in Sachsen innerhalb eines Jahres im Schnitt um 0,8 Prozent.

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