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Sächsische Schweiz: Gäste können anreisen

Für Touristen gibt es nach dem Unwetter kaum Einschränkungen im Elbsandsteingebirge. Urlaubsgäste sind für die Region jetzt besonders wichtig.

Die Basteibrücke hoch über dem Elbtal: Einem Urlaub in der Sächsischen Schweiz steht nichts im Wege.
Die Basteibrücke hoch über dem Elbtal: Einem Urlaub in der Sächsischen Schweiz steht nichts im Wege. © Marko Förster

Nachdem die Bilder von den Überschwemmungen in der Sächsischen Schweiz auch in der Tagesschau liefen, sind einige Touristen verunsichert. Was wird aus ihrem Urlaub in der Nationalparkregion? Die Antwort: In den allermeisten Fällen wird er wie geplant stattfinden können.

"Das Unwetter vom Wochenende mit seinen Folgen war zweifelsohne schlimm", sagt Tino Richter vom Tourismusverband Sächsische Schweiz. Bezogen auf das touristische Angebot sei die Region jedoch mit einem blauen Auge davongekommen. "Es gibt glücklicherweise kaum Einschränkungen."

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Dank der Arbeit von Einsatzkräften und freiwilligen Helfern sind die Straßen beräumt, alle Orte in der Sächsischen Schweiz sind mit dem Auto erreichbar, auch wenn hier und da noch eine Umleitung gefahren werden muss oder etwas Geduld an einer Ampel gefragt ist. Die Unterkünfte wie Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen sind bis auf sehr wenige Ausnahmen vollständig geöffnet, teilt der Tourismusverband mit.

Kirnitzschtalbahn muss noch pausieren

Die bekannteste Attraktion, die derzeit noch pausieren muss, ist die Kirnitzschtalbahn in Bad Schandau. Auf der Strecke der historischen Straßenbahn durch das Kirnitzschtal laufen derzeit noch die Aufräumarbeiten am überspülten Gleis. Für Autos ist die Kirnitzschtalstraße jedoch bereits einspurig per Ampelregelung wieder befahrbar.

Aufräumen nach dem Unwetter: Ein Mitarbeiter des Regionalverkehrs Sächsische Schweiz-Osterzgebirge spritzt einen gefluteten Waggon der Kirnitzschtalbahn ab.
Aufräumen nach dem Unwetter: Ein Mitarbeiter des Regionalverkehrs Sächsische Schweiz-Osterzgebirge spritzt einen gefluteten Waggon der Kirnitzschtalbahn ab. © Daniel Förster

Der Tourismusverband listet auf seiner Website alle bekannten Einschränkungen tagesaktuell auf und hat zur Übersicht eine Karte erstellt. Demnach sind im vorderen Teil der Sächsischen Schweiz rings um Lohmen, Wehlen, Rathen, Königstein und Hohnstein keine Beeinträchtigungen für Urlauber bekannt. Das Unwetter hat lediglich im hinteren Teil des Elbsandsteingebirges auf dem Gebiet von Bad Schandau, Reinhardtsdorf-Schöna, Sebnitz und Gohrisch zu einigen Einschränkungen an der touristischen Infrastruktur geführt, aber auch hier gilt insgesamt gesehen grünes Licht.

Schäden haben unter anderem die Wanderwege im Nationalpark davongetragen. Einzelne Wege sind ausgewaschen. Zu größeren Zerstörungen kam es in der Hinteren Sächsischen Schweiz unter anderem im Kleinen Zschand, im Dietrichsgrund und im Knechtsbachtal. Als kritisch ist die Situation besonders durch die Schäden im Kleinen Zschand zu bewerten, da dieser als offizielle Umleitung für den Weg durch den Großen Zschand dient, der wegen Borkenkäferschäden weiterhin gesperrt ist. Die Wiederherstellung habe deshalb Priorität. Die Nationalparkinfostelle am Zeughaus bleibt vorerst geschlossen.

Alle Bauden für Wanderer erreichbar

Sämtliche Bauden und Ausflugsziele seien aber erreichbar, heißt es. Insgesamt sei die Wanderinfrastruktur größtenteils nutzbar. Die Aufnahme der Schäden am Wegenetz ist aber noch nicht abgeschlossen. In einzelnen Bereichen kann es zu temporären Sperrungen für Reparaturarbeiten kommen.

An der Obere Schleuse in Hinterhermsdorf finden gerade letzte Aufräumarbeiten statt – spätestens ab Mittwoch hat die Kahnfahrt dort wieder geöffnet. In Sebnitz sind mit Ausnahme des Urzeitparks und der Minigolfanlage alle touristischen Einrichtungen geöffnet.

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"Damit steht einem Urlaub in unserer Region nichts im Wege", sagt Tino Richter vom Tourismusverband Sächsische Schweiz. Die Hoteliers und Gastwirte hoffen auf Gäste. Stornierungen und ausbleibende Buchungen wären nach über sieben Monaten Schließung während der scharfen Corona-Beschränkungen eine Katastrophe für die Branche. "Wir sind deshalb allen Einsatzkräften und Helfern dankbar, dass sie die gröbsten Schäden so schnell behoben haben."

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