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Warum der DSC mit Plakaten für seine Geisterspiele wirbt

In Dresden hängt an vielen großen Hauptstraßen Werbung für die nächsten Heimspiele der DSC-Volleyballerinnen. Dabei dürfen Fans gar nicht dabei sein.

So werben die Dresdner Volleyballerinnen derzeit für ihr Spiele, bei denen Fans außen vor bleiben müssen.
So werben die Dresdner Volleyballerinnen derzeit für ihr Spiele, bei denen Fans außen vor bleiben müssen. © Sven Ellger

Dresden. Wer hat denn das verzapft? Diese Frage stellt sich sicherlich so mancher Dresdner, wenn er mit dem Auto oder der Bahn durch die Stadt fährt. Am Straßenrand hängen seit Mitte der Woche Plakate der DSC-Volleyballerinnen mit den nächsten beiden Heimspielen – einmal für die Begegnung in der Champions League am 8. Dezember gegen Kaliningrad und dann drei Tage später für die Bundesliga-Partie gegen Münster. Daran ist nichts Ungewöhnliches, gelte nicht seit Montag die Notfallverordnung in Sachsen, und die bedeutet für den Profisport bekanntermaßen Geisterspiele.

Warum dann trotzdem diese Aktion? Waren die Plakate etwa gedruckt und wurden versehentlich aufgehängt? „Nein“, entgegnet DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann, „wir haben uns bewusst dafür entschieden und wollen signalisieren: Wir finden statt. Dieses Grundrauschen in der Wahrnehmung ist für uns wichtig.“

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Den Druckauftrag so kurzfristig zu stoppen, wäre dennoch nur schwer möglich gewesen. Der DSC hat in weiser Voraussicht auf die Plakate den Hinweis für die Übertragung beim Bezahl-Streamingdienst Sport 1 Extra drucken lassen. „Wir wollen die Leute animieren, dass sie uns im Livestream verfolgen können“, so Zimmermann. Die „Geisterspiel-Verordnung“, die zunächst bis zum 12. Dezember gilt, trifft den Klub mit zwei Partien.

Doch erst mal ist der DSC auswärts gefordert. Nachdem die Mannschaft bei ihrer Rückkehr in Champions League am Dienstag beim polnischen Vizemeister Rzeszow einen Punkt bei der 2:3-Niederlage erkämpft hat, steht am Samstag ein wichtiges Entscheidungsspiel an. Der deutsche Meister trifft im Pokalviertelfinale auf Suhl.

In den vergangenen Jahren war das noch ein leichteres Los, mittlerweile sind die Thüringer wieder ein Top-Team und als Fünfter und Tabellennachbar von Dresden ein herausfordernder Gegner in der Wolfsgrube – erst recht mit Zuschauern, die in Thüringen noch erlaubt sind. In der Liga duellierten sich die Teams kürzlich in einem Fünfsatzkrimi, den der DSC gewann.

Die Partie ist gleichzeitig Neuauflage des Pokalviertelfinales des Vorjahres. Damals setzte sich die Mannscaft von Alexander Waibl beim coronabedingt in Schwerin ausgetragenen Turnier gegen Suhl durch, scheiterte aber im Halbfinale am Erzrivalen aus Norddeutschland.

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Das Erreichen des Endspiels in Mannheim ist das erklärte Ziel des DSC. Dort feierte der Verein 2020 seinen letzten Pokaltriumph. Dem Gesetz der Serie folgend wären sie 2022 wieder an der Reihe. Denn zuvor holte man schon 2016 und 2018 den Pott nach Dresden.

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