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Dynamo-Geschäftsführer kritisiert neue Corona-Regeln

Dynamo will bei den Heimspielen bei 3G bleiben, Sachsen aber in den Stadien generell 2G vorschreiben. Jürgen Wehlend fürchtet sinkende Zuschauerzahlen.

Dynamo-Geschäftsführer Jürgen Wehlend möchte gerne bei 3G bleiben.
Dynamo-Geschäftsführer Jürgen Wehlend möchte gerne bei 3G bleiben. © dpa-Zentralbild

Dresden. Die angekündigte Verschärfung der Corona-Verordnung in Sachsen bringt Dynamo Dresden in Bedrängnis. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen und der zunehmenden Klinikbetten-Auslastung will die Landesregierungen die Zugangsbeschränkungen bei öffentlichen Veranstaltungen, also auch Fußballspielen, verschärfen und nur noch 2G erlauben. Demnach dürften nur noch Geimpfte und Genesene ins Stadion, Getestete nicht mehr.

Dynamos Vereinsspitze hatte sich nach Rücksprache mit der aktiven Fanszene für die Beibehaltung von 3G entschieden - im Gegensatz etwa zu RB Leipzig. Der Bundesligist hatte sich wie Dynamo zwar für eine Vollauslastung unter 3G-Bedingungen eingesetzt. Aus wirtschaftlichen Gründen schwenkte der Vizemeister jedoch auf 2G um und konnte deshalb für das Champions-League-Spiel gegen Paris Saint-Germain am Mittwochabend erstmals seit März 2020 wieder mehr als 40.000 Tickets verkaufen.

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Dynamo-Geschäftsführer Jürgen Wehlend wirbt angesichts der drohenden Verschärfung weiter für das 3G-Modell. "In dieser Saison konnten wir bei allen Heimspielen im Rudolf-Harbig-Stadion sowohl genesenen als auch geimpften und getesteten Fans sowie generell Kindern und Jugendlichen ein Stadionerlebnis ermöglichen. Weil uns dieser Zusammenhalt sehr wichtig ist, haben wir auf eine höhere Stadionauslastung und damit verbundene Mehreinnahmen verzichtet", erklärt er.

Zum letzten Heimspiel gegen den SV Sandhausen kamen allerdings nur etwas mehr als 11.000 Zuschauer, erlaubt sind bei der 3G-Regel eine Auslastung von 50 Prozent, also 16.000. Für Fans, die sich vor dem Spiel testen lassen müssen, kostet das direkt vorm Stadion zwölf Euro. Diese Kosten könnte einige Anhänger abschrecken, andere fürchten womöglich die Ansteckungsgefahr.

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Da ein Teil der aktiven Fanszene das 2G-Modell ablehnt, könnte eine Verschärfung der Corona-Verordnung zu noch geringeren Zuschauerzahlen bei Dynamo-Heimspielen führen. Dies fürchtet wohl auch Wehlend. "Die nun auf uns zukommende Verschärfung im Sinne einer ‚2G-Regel‘ stellt die gesamte Sportgemeinschaft vor große Herausforderungen. Die neue Verordnung ist offiziell noch nicht beschlossen – wir geben die Hoffnung nicht auf und setzen uns weiterhin dafür ein, dass eine Wahlmöglichkeit und entsprechend angepasste Kapazitäten bestehen bleiben.“

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