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Dynamo erklärt, warum es bei der 3G-Regel bleibt

Zu den Heimspielen sollen weiterhin auch negativ auf das Coronavirus getestete Zuschauer ins Stadion dürfen. Das hat auch etwas mit dem Leitbild des Vereins zu tun.

Mit mehr als 30.000 Zuschauern ausverkauft war das Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion zuletzt am 08. März 2020 bei Dynamos Sieg gegen Erzgebirge Aue.
Mit mehr als 30.000 Zuschauern ausverkauft war das Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion zuletzt am 08. März 2020 bei Dynamos Sieg gegen Erzgebirge Aue. ©  dpa/Robert Michael

Dresden. Das Ergebnis der internen Abstimmungen zwischen Führungsgremien und Fans ist wenig überraschend. Dynamo Dresden hält für die Heimspiele im Rudolf-Harbig-Stadion am 3G-Modell fest. Dazu veröffentlichte der Verein am Donnerstagmittag eine Erklärung. Dabei beruft er sich auf Punkt eins des Leitbildes: "Wir sind eine Gemeinschaft." Die Rückkehr zur Normalität sei deshalb auch eine Frage der Geschlossenheit. Dynamo wolle "– erst recht in diesen Zeiten – nicht spalten, sondern einen".

Deshalb soll der Stadionbesuch weiterhin außer für geimpfte und genesene auchfür negativ getestete Zuschauer möglich sein. Der FC St. Pauli, bei dem die Schwarz-Gelben am Sonntag zum nächsten Spiel in der zweiten Liga antritt, hat sich dagegen für das 2G-Modell entschieden. Die Diskussion spaltet Liga, Vereine und Fans. Dynamos Ultras haben alle Fans dazu aufgerufen, das Spiel zu boykottieren und nicht nach Hamburg zu fahren.

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Die Haltung der SGD in der 3G-/2G-Frage sei am Dienstag bei einem Turnustreffen mit Fanvertretern abgesprochen worden, heißt es in der Pressemitteilung weiter. "Wir machen Fußball für Menschen, für Dresden, für Sachsen, für die gesamte Region." Die Heimspiele gegen Paderborn und Werder Bremen waren mit 16.000 Zuschauern unter Corona-Bedingungen ausverkauft. Das zeige auch, dass die vorliegenden Konzepte greifen. "Die ‚3G-Regel‘ wird verantwortungsbewusst umgesetzt", erklärt der Verein.

Dynamo unterstützt Impfkampagne weiter

Dynamo werde "den gemeinsamen, guten Weg des engen Austauschs mit dem Land Sachsen und dem zuständigen Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Dresden fortsetzen" und darüber hinaus seine "gesellschaftliche Vorbildfunktion wahrnehmen", indem man die Impfkampagne "voller Überzeugung unterstützt, sich an Aufklärungskampagnen beteiligt und auch Testmöglichkeiten rund um die Heimspiele ermöglicht".

Trotzdem muss auch diese Erklärung nicht ewig Bestand haben, denn die Grundaussage lautet: "Die gesammelten Erfahrungen und Abläufe tragen dazu bei, an dieser Ausrichtung zunächst festzuhalten." Momentan würde sich Dynamo mit einer 2G-Variante sogar verschlechtern, weil nach der gültigen Coronaschutzverordnung in Sachsen dieses Modell zwar erlaubt, die Zuschauerzahl aber auch bei Freiluftveranstaltungen auf 5.000 begrenzt ist.

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Andere Bundesländer wie Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen erlauben dagegen bereits eine volle Auslastung der Stadionkapazität, wenn nur geimpfte oder getestete Zuschauer rein dürfen. Sachsen könnte mit der nächsten Fassung nach dem 20. Oktober nachziehen.

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