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Dynamos Ex-Trainer Schmidt steigt in die vierte Liga ab

Mit Dynamo schaffte Alexander Schmidt den Aufstieg, zehn Monate später wurde er entlassen. Nun hat der ehemalige Dresdner Coach einen neuen Job.

Von Timotheus Eimert
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Dynamos Aufstiegstrainer Alexander Schmidt hat einen neuen Verein gefunden.
Dynamos Aufstiegstrainer Alexander Schmidt hat einen neuen Verein gefunden. © dpa/PA/Robert Michael

Offenbach. Dynamos Ex-Trainer Alexander Schmidt, der Anfang März in Dresden beurlaubt worden ist, hat einen Job. Der 53-Jährige übernimmt den Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach. Das verkündete der Verein am Mittwoch. Zur Länge des Vertrages äußerte sich der DFB-Pokalsieger von 1970 nicht. „Ich bin beeindruckt, wie herzlich ich in Offenbach empfangen wurde. Das ist nicht überall selbstverständlich“, erklärte Schmidt auf der anschließenden Pressekonferenz.

Dort zeigte sich der Dresdner Aufstiegstrainer sichtlich erholt. Die Zeit seit seiner Entlassung in Dresden Anfang März nutze der gebürtige Augsburger zum Reisen. So machte er unter anderem Urlaub in Spanien, Italien und Monaco. Auch in Dresden war er Anfang Mai noch einmal zu Gast.

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Schmidt hatte Angebote aus der 3. Liga

Bei den Kickers Offenbach folgt auf Sreto Ristic, der beim Viertligist nach Platz drei in der vergangenen Saison gehen musste. „Es ist wichtig, die Regionalliga Südwest auch mit einer gewissen Demut voll anzunehmen, um die Chance zu haben, zügig aus der Liga rauszukommen“, erklärte Schmidt auf der Vereinshomepage. „Das Ziel muss sein, uns zu einer festen Größe mit einer Spielweise zu entwickeln, die die Fans mitreißt.“

Schmidt betonte, dass er seine Entscheidung für die Offenbacher aus Überzeugung gefällt habe. „Die Kickers sind ein Traditionsverein. Ich hatte auch Optionen für ein neues Engagement in der 3. Liga, wollte aber nach Offenbach, weil ich das Potenzial hier sehe“, erklärte der neue Offenbacher Trainer.

Bei Dynamo wurde Schmidt im März nach sieben sieglosen Spielen und auf Rang 14 stehend entlassen. In den vergangenen Monaten trat er mehrmals öffentlich in Erscheinung.

Bei „DAS Fußballpodcast“ blickte er Ende Mai auf seine Zeit in Dresden zurück – und kritisierte dabei auch Dynamos Sportchef Ralf Becker. „Ich blicke auf eine sehr schöne Zeit bei Dynamo zurück, natürlich hätte ich mir das Ende anders vorgestellt. Da gab es von meiner Seite ein paar Kritikpunkte, und da rede ich auch nicht drumherum, das müssen einige Leute verkraften können, die teilen ja auch anständig aus“, sagte er.

Schmidt kritisierte Dynamos Wintertransfers

Im April 2021 hatte Schmidt als Cheftrainer bei Dynamo übernommen, stieg mit der Mannschaft einen Monat später in die 2. Bundesliga auf und wurde schließlich nach sieben Spielen ohne Sieg am 1. März mehr oder weniger überraschend entlassen. Unmittelbar danach hatte er sich auf Nachfrage von Sächsische.de einmal kurz zur Trennung geäußert und erklärte: „Ich bin mir sicher, wir hätten den Klassenerhalt geschafft.“

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Wenig später kritisierte er beim TV-Sender Sport1 schon einmal Sportchef Becker und hielt ihm mangelhafte Winter-Transfers vor. Der Verein habe da nicht so reagiert, „wie ich mir das vorgestellt habe. Andere Teams im hinteren Bereich haben richtig gut nachgelegt. Da hätte ich mir eine Verstärkung gewünscht“, erklärte Schmidt. Dynamo hatte im Januar Oliver Batista Meier, Vaclav Drchal und Adrian Fein geholt.

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