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Ex-Kapitän Heidrich: Dynamo schafft den Klassenerhalt

Der Dresdner Aufstiegsheld von 2004, Steffen Heidrich, hat eine klare Meinung, wohin es mit den Ostklubs in der 2. Liga geht - und für Dynamo einen Tipp.

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Für Steffen Heidrich ist klar: Sein Ex-Verein von der Elbe spielt auch in der nächsten Saison zweitklassig. Zur Not gelingt das über den Umweg der Relegation, meint der 54-Jährige.
Für Steffen Heidrich ist klar: Sein Ex-Verein von der Elbe spielt auch in der nächsten Saison zweitklassig. Zur Not gelingt das über den Umweg der Relegation, meint der 54-Jährige. © Archiv: Robert Michael

Leipzig. Nach Meinung des früheren Profis und Managers Steffen Heidrich werden zwei von drei Ostklubs den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga schaffen. "Hansa hat jetzt einen Lauf und schafft es direkt. Und ich bin auch überzeugt, dass Dynamo die Liga hält - zur Not über die Relegation", sagte der 54-Jährige dem Kicker. "Aue wird wohl leider absteigen." Derzeit hat Aue als Vorletzter acht Punkte Rückstand zum Relegationsrang, auf dem Dresden steht. Rostock hat als Zwölfter wiederum vier Punkte Vorsprung vor dem 16. Dynamo.

Laut Heidrich sei man im Erzgebirge von der "klaren Strategie" abgekommen, habe im Sommer Trainer Dirk Schuster und Torjäger Pascal Testroet ohne Not gehen lassen. "Aue hat Fehler gemacht, die sehr gravierend waren", sagte Heidrich. Auch bei Dynamo Dresden, wo er von 2001 bis 2005 spielte und auch Kapitän war, sieht der Ex-Manager von Aue und Cottbus nicht alles rosig.

"Dynamo ist mit einer eingespielten Mannschaft in die 2. Liga gegangen und hat Talente dazugeholt, die sich entwickeln sollten. Das ist aber nicht durchgängig gelungen." Ein oder zwei erfahrene zweitligaerfahrene Verstärkungen hätten seinem Ex-Klub gutgetan.

Die Schwarz-Gelben betrieben zwar einen "unheimlich hohen Aufwand, aber es fehlt die Effizienz." Mit Christoph Daferner als einzig wirklich erfolgreichem Torjäger seien die Dresdner zu ausrechenbar und strahlten wenig Torgefahr aus, vor allem aus dem Mittelfeld.

Mit dem jüngsten Trainerwechsel von Alexander Schmidt zu Guerino Capretti habe man "noch mal ein neues Signal setzen" wollen. Schließlich kommt Heidrich zu dem Schluss, dass sich die SGD "jetzt mal längerfristig in dieser Liga festsetzen" sollte. Bei einem Abstieg drohten eine erneute Neuaufstellung und große finanzielle Einbußen. "Aber Dynamo hat noch alle Chancen."

Als Vorbild für Aue und Dresden sieht Heidrich Hansa Rostock. "Sie haben in Hanno Behrens zum Beispiel einen sehr erfahrenen Zweitligaspieler als Leuchtturm geholt. Und Hansa hat sich besonnen auf frühere Bundesliga-Zeiten - und bei den Transfers von Svante Ingelsson und Nils Fröling auf die Schweden-Schiene gesetzt", sagte der Ex-Profi. Zudem sei Rostock der einzige abstiegsgefährdete Klub, der den Trainer noch nicht gewechselt habe. (dpa, mit SZ)