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Dynamo-Transparente an der Ostsee

Vor dem Spitzenspiel gegen Hansa zeigen die Ultras ihre besondere Rivalität zu Rostock mit Spruchbändern. Die Mannschaft ist sowieso motiviert.

Das Transparent der Dynamo-Ultras am Restaurant Teepott in Warnemünde.
Das Transparent der Dynamo-Ultras am Restaurant Teepott in Warnemünde. © Twitter/K-Block

Rostock/Dresden. Noch ein Tag. Dann trifft Dynamo Dresden am Ostersonntag, 14 Uhr, im Spitzenspiel der 3. Liga auf den FC Hansa Rostock. Erster gegen Zweiter, es geht um die Tabellenführung, um den Aufstieg - und für die Fans um sehr viel Prestige. "Ich weiß natürlich, was das Spiel für die Fans bedeutet und wie wichtig es für viele Leute in der Region ist", sagt Dynamo-Profi Tim Knipping. Er sei deshalb "noch mehr motiviert, weil ich möchte, dass die Fans stolz auf uns sind und danach einen schönen Sonntag haben."

Mit einer Pyro-Show hatten die Dynamo-Fans der Mannschaft nach dem 3:1-Sieg am 21. November 2020 in Rostock bei der Rückkehr nach Dresden einen leuchtenden Empfang bereitet. Daran erinnert sich auch Innenverteidiger Knipping gern: "Wie wir nach dem Hinspiel empfangen worden sind, das war Wahnsinn", sagt der 28-Jährige, der vor dieser Saison vom SV Jahn Regensburg zur SGD gewechselt ist. "Das sind die Momente, für dich ich auch hierher gekommen bin, weil es die sind, die man sein ganzes Leben lang nicht vergisst. Da hat man einfach Gänsehaut. Wenn man alt ist, wird man an solche Momente zurückdenken. Das ist etwas ganz Besonderes bei Dynamo Dresden."

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Wie wichtig diese Partie für die Anhänger ist, machen die Ultras im Vorfeld mit einigen Aktionen noch mal klar. So hatten sie in Dresden bereits Plakate aufgehängt, wie vor dem Rathaus ("Hansa auf Grund laufen lassen") und am Sächsischen Landtag ("Hansa versenken"). Nun sind einige sogar die rund 450 Kilometer an die Ostseeküste gefahren, um dort ein paar flotte Sprüche loszuwerden.

Fotos davon hat der K-Block auf seinen Profilen in den sozialen Netzwerken veröffentlicht. Am Strand von Warnemünde hatte sich die aktive Fanszene nicht etwa am Strand aufgeruht, sondern auf Transparenten mit teils drastischen Worten ihre Rivalität zu Hansa gezeigt. So prophezeiten sie Hansa am Restaurant "Teepott" an der Hafeneinfahrt den (sportlichen) Untergang: "Rostock am Ostseestrand: Zukünftiges Atlantis von Ostdeutschland." Im Hintergrund sind auch bengalische Fackeln zu erkennen.

Allerdings zeugte die Botschaft am Hotel Belvedere auch von einer Macho-Einstellung. Mancher mag über "Pimmel" und "den größten Schniedel" schmunzeln, die Schlussfolgerung bleibt sexistisch.

Hansa hat in 13 Spielen zuletzt nur einmal verloren

Im Ost-Klassiker am Sonntag könnte nun Hansa zum ersten Mal seit der Niederlage im Herbst vorigen Jahres in der Tabelle an den Schwarz-Gelben vorbeiziehen. Beim 3:1 hatten Christoph Daferner, Marco Hartmann und Ransford-Yeboah Königsdörffer für die Mannschaft von Markus Kauczinski getroffen. "Wir haben im richtigen Moment die Tore gemacht, hatten das richtige Timing und eine gute spielerische Qualität", erinnert sich der Trainer an die Partie - und warnt vor Hansa: "Was ich sehe, ist eine konsequente Mannschaft, die gemeinsam gefährlich werden kann und immer im Block verteidigt, das ganz konsequent über die gesamte Spielzeit."

Eine besondere Motivation durch die Transparente braucht das Team vermutlich nicht. "Ich kann sagen, dass jeder brennt und wir heiß sind auf dieses Spiel", betont Knipping. "Wir wissen, dass Hansa einen Lauf hat, den momentan besten, den wollen wir stoppen." Rostock hat von den vergangenen 13 Partien elf gewonnen und nur eine verloren: am 3. März mit 0:1 in Lübeck.

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