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Überraschungssiege beim Oberelbe-Marathon und ein Missgeschick des Profis

Der Österreicher Peter Frohnwieser gewinnt den 24. VVO-Oberelbe-Marathon von Königstein nach Dresden. Mehr als 5.000 laufen bei bestem Wetter - und ausgerechnet dem Dresdner Profi Karl Bebendorf passiert ein Malheur.

Von Michaela Widder
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Mit einem Jubelschrei und dem Fingerzeig nach oben überquert Peter Frohnwieser die Ziellinie. Der 40-Jährige gewinnt den 24. VVO-berelbe-Marathon.
Mit einem Jubelschrei und dem Fingerzeig nach oben überquert Peter Frohnwieser die Ziellinie. Der 40-Jährige gewinnt den 24. VVO-berelbe-Marathon. © kairospress

Dresden. Einen neuen Streckenrekord gibt es nicht, aber einen neuen Namen in der Siegerliste des VVO-Oberelbe-Marathons. Peter Frohnwieser hat am Sonntag den 42,195 Kilometer langen Lauf von Königstein nach Dresden gewonnen. Der Österreicher, der seit zwölf Jahren in Dresden lebt, kam bei der 24. Auflage nach 2:34:30 Stunden als Erster ins Ziel und verwies damit den Altmeister und selbsternannten "Lauf-Rentner" Marc Schulze auf Platz zwei (2:39:54).

"Das war mein erster richtiger Marathon, vor 18 Jahren bin ich schon mal einen gelaufen", meinte Frohnwieser, der von Beginn an in Königstein viel Tempo machte. Das wurde Schulze ein wenig zum Verhängnis. "Ich habe versucht dranzubleiben, aber musste schon nach fünf Kilometern abreißen lassen. Nach 30 Kilometern bin ich richtig geplatzt und habe nur noch versucht, Platz zwei ins Ziel zu retten", meinte Schulze, der in zwei Wochen beim 50. Rennsteiglauf den Supermarathon in Angriff nehmen will.

Cheforganisator Uwe Sonntag freut sich mit Sieger Peter Frohnwieser und dem zweitplatzierten Marc Schule.
Cheforganisator Uwe Sonntag freut sich mit Sieger Peter Frohnwieser und dem zweitplatzierten Marc Schule. © kairospress

Bei den Frauen gab es einen Überraschungssieg durch Maria Elisa Legelli aus Füssen im Allgäu. Für die 31-Jährige, die nach 2:51:45 Stunden ins Ziel kam, war es der erste große Erfolg. Dabei war es überhaupt erst ihr vierter Marathon. "Ich hatte fleißig trainiert und wusste, dass ich gut drauf bin, aber nicht, dass es für einen Sieg reicht", meinte Legelli. Zweite wurde die Thüringerin Kristin Hempel (2:59:19).

Bebendorf verpasst den Start am Blauen Wunder

Streckenrekordhalter Marcel Bräutigam, der 2019 die Bestzeit in 2:22:52 Stunden lief, hatte nach einer Erkältung kurzfristig auf die 10 Kilometer umgemeldet und kam als Vierter ins Ziel. Der Sieg in 31:32 Minuten ging an Felix Friedrich vom Dresdner SC, der allerdings auch vom Missgeschick Karl Bebendorfs profitierte.

Der Dresdner Hindernisläufer verpasste den Start am Blauen Wunder - aber nicht etwa, weil er verschlafen hatte. "Ich war rechtzeitig da, aber bin davon ausgegangen, dass es erst 9.30 Uhr losgeht", meinte der 26-Jährige, der dann vom Startschuss 9.10 Uhr etwas überrascht wurde. "Irgendwie habe ich noch gehofft, dass es ein Bambinilauf ist, aber die Ordner klärten mich dann schnell auf", erklärte er.

Cheforganisator: "Die Teilnehmerzahl ist überragend"

Bebendorf warf lange Hose und Jacke beiseite und machte sich zwei Minuten nach der Spitze auf die Strecke und musste die ersten fünf Kilometer vor allem Läufer überholen. Am Ende kam er zwar mit der schnellsten Zeit und trotzdem erst als Fünfter ins Ziel. "Gegenwind und im Alleingang - da war leider nicht mehr der Sieg drin", meinte er. So ein Missgeschick ist dem EM-Fünften von München das erste Mal in seiner Karriere passiert.

Insgesamt hatten sich 5.069 Teilnehmer für die verschiedenen Strecken angemeldet - und damit fast 1.500 mehr als beim Re-Start nach der Corona-Pandemie vor einem Jahr. "Die Teilnehmerzahl ist überragend für uns, dazu das perfekte Wetter", sagte Cheforganisator Uwe Sonntag und erklärte weiter: "Die letzten Tage haben uns die Läufer noch die Bude eingerannt." Das lange Wochenende dazu die angenehmen Temperaturen dürften einige Kurzentschlossene noch auf die Strecke gelockt haben.

Einziger kleiner Wermutstropfen: Die angekündigte Videoübertragung für das Marathonrennen war aus technischen Gründen bereits nach 18 Kilometern ausgefallen.

Alle Ergebnisse der Veranstaltung finden Sie unter: www.oberelbe-marathon.de