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Thomas Gottschalk kritisiert Haribo

Haribos bekanntestes Werbegesicht äußert sich zur Schließung des sächsischen Werkes. Und findet deutliche Worte.

Von Maximilian Helm
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Thomas Gottschalk stellt sich gegen seinen ehemaligen Werbepartner.
Thomas Gottschalk stellt sich gegen seinen ehemaligen Werbepartner. © Nicolas Armer/dpa

Wilkau-Haßlau/Grafschaft. Im Streit um die Schließung des Haribowerkes im Sächsischen Wilkau-Haßlau bei Zwickau hat sich das ehemals bekannteste Werbegesicht des Süßwarenkonzerns, Entertainer Thomas Gottschalk, zu Wort gemeldet.

Gegenüber dem Kölner "Express" sagte Gottschalk: "„Wenn man sich auf die Fahne geschrieben hat: ‚Haribo macht Kinder froh, und Erwachsene ebenso‘ muss man das auch als Arbeitgeber ernst nehmen. Ich bin überzeugt: Mein alter Partner Hans Riegel, der dem Produkt seinen Namen gegeben hat, würde das genauso sehen. Leider sind wir beide nicht mehr im Amt!“ Hans Riegel jun., Sohn des Unternehmensgründers, war 2013 gestorben.

Seit Wochen kämpfen sächsische Politiker und die 150-köpfige Belegschaft um den Erhalt des einzigen Haribo-Werkes in Ostdeutschland. Dessen Schließung war Anfang November bekannt geworden. Immer wieder kommt es zu Kundgebungen und Protesten, erst am Montag hatte die sächsische Landesregierung angekündigt, ihre Werbepartnerschaft mit Haribo aufzulösen.

Wirtschaftsminister Martin Dulig, der sich vehement für den Erhalt des Standortes eingesetzt hatte, begrüßte die Worte Gottschalks. Auf Twitter schrieb er: "Jetzt gibt's Saures! Thomas Gottschalk knöpft sich [...] Haribo vor! Als hätte er sich mit mir abgesprochen."

Haribo selbst begründete die Werksschließung mit Effizienzgründen. „Wir streben an, unsere marktführende Position im Fruchtgummi- und Lakritzmarkt weltweit auszubauen. Dafür benötigen wir mit Blick auf die sich rasch ändernden Marktanforderungen ein hochmodernes Produktionsnetzwerk und effiziente Lieferketten“, begründete Michael Molsberger, Geschäftsführer Produktion und Technik von Haribo Deutschland den Schritt. Der Süßwarenhersteller wird künftig die Produktion an vier Standorten in Deutschland bündeln: Bonn, Grafschaft, Neuss und Solingen.