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Die "rechte Hand" von fünf Hochschulchefs

Hella Trillenberg war 34 Jahre an der Hochschule Zittau/Görlitz tätig, hat für fünf Rektoren gearbeitet. Die letzten Monate waren ungewöhnlich.

Hella Trillenberg war 34 Jahre an der Zittauer Hochschule tätig. Nun nimmt sie Abschied.
Hella Trillenberg war 34 Jahre an der Zittauer Hochschule tätig. Nun nimmt sie Abschied. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Wie oft sie das große Treppenhaus im Hochschulgebäude an der Hochwaldstraße hoch und runter gelaufen ist, hat Hella Trillenberg nicht gezählt. Tausende Male sind es wohl gewesen. Denn 34 Jahre war sie an der Hochschule Zittau/Görlitz tätig. Sie gehört zu den dienstältesten Mitarbeitern - noch bis Ende des Jahres. Dann soll Schluss sein.

Es waren ungewöhnliche letzte Monate, mit Homeoffice während des ersten Lockdowns und kurzfristigen Absagen lange geplanter Veranstaltungen - so der feierlichen Amtseinführung ihres letzten Vorgesetzten, Professor Alexander Kratzsch, die komplett vorbereitet war und dann eine Woche vorher aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste. Gleiches betraf die Immatrikulationsfeier für die Erstsemestler. Diese war seit einem Jahr organisiert und fiel nun - ebenfalls wegen Corona - als Präsenzveranstaltung aus.

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Im März noch einen neuen Chef

Professor Alexander Kratzsch, der im März 2020 sein Amt als Rektor angetreten hatte, ist der fünfte Hochschulchef, für den Hella Trillenberg als Referentin arbeitete. Er war froh, in seinen ersten Monaten eine erfahrene Mitarbeiterin an seiner Seite zu haben. So sei der Übergang einfacher gewesen. Jeder der Rektoren habe sich engagiert für die Weiterentwicklung der Hochschule eingesetzt. Und schmunzelnd fügt sie hinzu: "Es waren immer andere Persönlichkeiten und andere Temperamente."

Sie habe sich relativ schnell auf die neuen Rektoren einstellen können. Deshalb wundert es nicht, dass ihr keine negativen Erlebnisse einfallen. Auch zu den aktuellen Aktivitäten des früheren Zittauer Rektors Peter Dierich will sie sich nicht äußern. Sie könne sie nicht nachvollziehen, so viel lässt sie sich entlocken.

Von der Baustoffindustrie an die Hochschule gewechselt

Dass sie an der damaligen Ingenieurhochschule Zittau landete, war ein glücklicher Zufall. Nach ihrem Studium in Freiberg sollte sie in der Glasindustrie in Weißwasser anfangen. Rollende Arbeitswoche und der Einsatz an der Glaswanne bei über 1300 Grad Celsius waren gesundheitlich nicht machbar. So landete sie in der Werkstoffprüfung in der Baustoffindustrie. Anfang 1986 wechselte sie dann an die Hochschule und wurde wissenschaftliche Sekretärin des Prorektors Erziehung und Ausbildung. Gelegentlich habe sie damals bereits den wissenschaftlichen Sekretär des Rektors vertreten.

Nach der Wende hatte sie sich auf die Stelle der Referentin des Rektors beworben, denn es war immer schon ihr Wunsch, dem Hochschulchef den „Rücken“ freizuhalten. "Ich war glücklich, als ich für diese Stelle 1992 ausgewählt wurde", sagt Hella Trillenberg. Von Anfang an war sie auch für die Pressearbeit zuständig, war sozusagen die Stimme der Hochschule.

Nur eine Mitarbeiterin

Aber die Arbeit für und mit der Presse machte nur einen kleinen Teil ihrer Tätigkeit aus. Hella Trillenberg bereitete ebenso Gremiensitzungen vor, entwarf Redekonzepte oder organisierte akademische Veranstaltungen. „Ich habe meine Tätigkeit geliebt - sie war spannend und abwechslungsreich,“ so Hella Trillenberg.

Auch nach dem Ausscheiden der jeweiligen Rektoren hatte sie immer mal Kontakt mit ihren ehemaligen Chefs - ohne dass sich daraus private Freundschaften entwickelten. "Ich war eine Mitarbeiterin und gut", meint sie dazu.

Für fünf Rektoren der Hochschule Zittau/Görlitz war Hella Trillenberg die persönliche Referentin.
Für fünf Rektoren der Hochschule Zittau/Görlitz war Hella Trillenberg die persönliche Referentin. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

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