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Sachsen

Corona: Was kommt jetzt auf uns zu?

Der CoronaCast ist zurück. Im Podcast erklärt Virologe Alexander Dalpke die Coronavirus-Lage und sagt, warum man jetzt nicht den Mut verlieren sollte.

Der Dresdner Virologe Alexander Dalpke spricht im CoronaCast spricht über die Pandemie und erklärt, worauf es im bevorstehenden Winter ankommt.
Der Dresdner Virologe Alexander Dalpke spricht im CoronaCast spricht über die Pandemie und erklärt, worauf es im bevorstehenden Winter ankommt. © [M] Robert Michael/dpa/SZ

Dresden. "Wir sehen einen explosiven Anstieg an Fällen." Das sagt Alexander Dalpke in der neuen Folge des CoronaCasts. Der Dresdner Virologe nennt damit auch gleich den Grund dafür, warum es diesen Podcast bei Sächsische.de nach drei Monaten Pause wieder gibt.

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt in Deutschland seit Wochen - inzwischen rasant. An diesem Donnerstag meldet das Robert-Koch-Institut 16.774 Neu-Infizierte. Ein Höchstwert, der vierte innerhalb einer Woche. Zu beobachten ist ein exponentieller Anstieg. Also genau das, wovor viele Experten im Hinblick auf die kalte Jahreszeit gewarnt hatten.

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Die zweite Corona-Welle wird wohl länger dauern

Der Begriff "zweite Welle" macht es irgendwie greifbar, was gerade passiert. Vergleichbar mit der Situation im Frühjahr, als schlagartig die Fallzahlen stiegen, sei die jetzige allerdings nicht. "Denn das Coronavirus hat eine Saisonalität, vergleichbar etwa mit Grippeviren", sagt Dalpke und macht damit klar, dass diese Welle wohl etwas länger dauern wird.

Doch wieso steigen die Zahlen jetzt so sprunghaft und nicht langsam bis zu einem Höhepunkt in ein paar Wochen? Dalpke sieht dafür mehrere Gründe. Einerseits könne sich das Coronavirus jetzt einfacher verbreiten, weil sich Menschen zunehmend in geschlossenen Räumen aufhalten. Man kommt sich näher, bei alltäglichen Dingen oder privaten Anlässen. 

Andererseits sei es auch auf den Reiseverkehr und die gefühlte Normalität im Sommer zurückzuführen, in dessen Folge vor allem häufig bei jüngeren Menschen das Virus nachgewiesen wurde. Weil die Jüngeren aber meist keine schweren Verläufe aufweisen, seien Infektionen nicht zwingend aufgefallen. "Die Folge ist, dass es eine eher unterschwellige Verbreitung gab und wir deshalb jetzt auf einem höheren Infektionsniveau einsteigen als im März."

Die Politik hat das auch erkannt. Seit Mittwoch ist klar: Es kommt ein zweiter Lockdown. Angedeutet hatte der sich zwar zunächst in einer Light-Version, aber die Maßnahmen sind dafür doch ziemlich weitreichend. Das erkennbare Ziel: Kontakte minimieren, damit es auch weiterhin möglich bleibt, so viele Infektionsketten wie möglich nachzuvollziehen. "Aus virologischer Sicht ist das richtig, aber in der Ökonomie müssen noch ganz andere Dinge beachtet werden", macht Dalpke deutlich, wie schwierig politische Entscheidungen in der Corona-Krise sind.

Wir haben selbst in der Hand, wie es weiter geht

Doch bei aller Sorge um die steigenden Zahlen sieht der Virologe auch Grund für Optimismus: "Mut sollte uns machen, dass wir es selbst in der Hand haben, wie es weitergeht." Dalpke meint damit, dass es etwa durch das Einhalten einfacher Abstandsregeln oder das Tragen einer Maske in Bereichen, wo man sich nahe kommt, dem Virus schon schwerer gemacht wird, sich zu verbreiten. 

Außerdem geht es in dem Podcast-Talk auch um viele weitere Fragen zur Corona-Pandemie: etwa den aktuellen Wissenstand in Sachen Testverfahren. Auch die Frage danach, wie lange Menschen nach einer Infektion immun gegen das Virus sein können und was das für mögliche Impfungen bedeutet. Und das Dauer-Streitthema Masken wird besprochen.   

Das Podcast-Gespräch wurde über einen Videoanruf aufgezeichnet. Alle am Gespräch beteiligten Personen saßen ausreichend weit voneinander getrennt an verschiedenen Orten.

Hier sind ergänzende Links zu Themen, auf die in der Folge Bezug genommen wird:

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