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Ein Bärendienst für Polizei und Feuerwehr

Die Stadt Dresden will weiter gehen als das Land und Silvesterfeuerwerk in diesem Jahr ganz verbieten. Aber wie soll dieses Verbot durchgesetzt werden?

Dieses Bild soll es Silvester 2020 nach dem Willen der Stadt nicht geben.
Dieses Bild soll es Silvester 2020 nach dem Willen der Stadt nicht geben. © Archiv/Christian Juppe

Dresden. Erst war von zehn Personen die Rede, nun sind es fünf, die gemeinsam Silvester feiern dürfen. Und die sollen aus dem engsten Familienkreis stammen. Dann sollte zwar Feuerwerk erlaubt sein, wenn auch nur bereits gekauftes. Nun wird auch das in Dresden verboten. Silvester ohne große Party war ja gerade noch vorstellbar. Aber ohne Knallerei? Wie soll das funktionieren?

Was Umwelt- und Tierschützer schon lange propagieren, macht jetzt Corona möglich - keine Böller am 31. Dezember. So will es Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) festlegen, zumindest für dieses Jahr. Der Gedanke dahinter: Mit allen Mitteln will die Stadt dafür sorgen, dass es zum Jahreswechsel möglichst ruhig bleibt, dass Rettungsdienst und Krankenhäuser nicht mehr Arbeit bekommen, als sie wegen Corona derzeit ohnehin schon haben. Aber lässt sich das Verbot überhaupt umsetzen?

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Wer tatsächlich noch altes Feuerwerk hat, fragt sich vielleicht, ob das überhaupt noch funktioniert. Das lässt sich nur feststellen, wenn man die Knaller oder Raketen zündet. Und dann gibt es noch unverbesserliche Bastler, die alle Regeln ignorieren, wenn es um die Silvesterknallerei geht.

Solche Basteleien sind verboten und kreuzgefährlich. So, wie jetzt das gesamte Feuerwerk verboten ist, ob nun auf öffentlichen Straßen und Plätzen oder auf einem Privatgrundstück. Doch wer soll das überprüfen? Wenn's geknallt hat oder die Rakete in der Luft ist, ist es zu spät. Dann noch die Polizei zu rufen, hilft nicht. Beweissicherung? Fehlanzeige. Dazu kommt die vermeintliche Herausforderung für Hobbyfeuerwerker, dem Verbot zum Trotz zu Böllern.

Der Versuch, die Startbasis für die Silvesterraketen möglichst gut zu verstecken, kann zu brandgefährlichen Entscheidungen führen. Im wörtlichen Sinne. Das Ergebnis sind dann zusätzliche Aufträge für die Feuerwehr. Auch für die Polizei folgt aus dem Verbot ein neuer Arbeitsauftrag. Einer, der kaum zu erfüllen ist. Den Einsatzkräften wird die Stadt mit ihrer neuen Regelung einen Bärendienst erwiesen.

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