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Wirtschaft

Banken schließen Filialen in Sachsen

Um vor Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, halten Sparkassen und private Banken nur noch große Standorte offen. Die Bargeldversorgung ist gesichert.

© Boris Roessler/dpa

Dresden. Die Deutsche Bank schließt wegen der Corona-Pandemie ab Dienstag vorübergehend rund 200 Filialen für den Kundenverkehr in Deutschland. Von den 28 Filialen in Sachsen sind nach Angaben der Bank zwölf betroffen. Das sind: Dresden-Löbtau, Meißen, Pirna, Radebeul, Weißwasser, Aue, Crimmitschau, Leipzig-Nordost, Leipzig-West, Limbach-Oberfrohna, Mittweida, Reichenbach. Wie lange die Filialen geschlossen sein werden, konnte der für Ostdeutschland zuständige Sprecher nicht sagen. „Das entscheiden wir je nach Lage“, hieß es auf Nachfrage von sächsische.de. Mit der Entscheidung sollen Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner vor Ansteckung geschützt werden, teilte die Deutsche Bank mit.

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Die Betreuung der Kunden wird von den nächstgelegenen Filialen übernommen. Die Selbstbedienungs-Bereiche der vorübergehend geschlossenen Filialen bleiben zugänglich und werden – sofern ein Geldautomat vorhanden ist – weiterhin vollumfänglich mit Bargeld versorgt, versichert die Bank. Zudem können Kunden die Deutsche Bank unverändert über die Webseite, per App und per Telefon in regionalen Beratungs-Centern und Call Centern) erreichen – auch außerhalb der üblichen Banköffnungszeiten. Die Mitarbeiter aus den betroffenen Filialen werden auf größere Standorte zeitweilig versetzt oder beraten von zuhause, betonte der Sprecher.

Weitere Infos gibt es unter www.deutsche-bank.de/corona

Auch die Ostsächsische Sparkasse Dresden bündelt bis voraussichtlich 19. April ihre Kräfte an 69 zentralen Standorten. Mitarbeiterteams werden an getrennten Orten und zu versetzten Zeiten arbeiten, teilte das öffentlich-rechtliche Kreditinstitut bereits am vergangenen Freitag mit. 250 Geldautomaten stehen rund um die Uhr zur Verfügung. „Wir haben in den letzten Jahrzehnten unseren Kunden in vielen kritischen Situationen zur Seite gestanden und diese mit ihnen gemeinsam bewältigt. Gerade in diesen Tagen unternehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse alle erdenklichen Anstrengungen, um die Folgen der Coronakrise für unsere Privat- und Firmenkunden zu begrenzen“, so Vorstandsvorsitzender Joachim Hoof. Er bittet um Verständnis, „wenn mal etwas nicht wie gewohnt abläuft“, denn dies sei für eine außergewöhnliche Situation.

Folgende Standorte sind nicht mehr für den Kundenverkehr geöffnet. Die Übersicht:

Dresden: Niedersedlitz, Lockwitz, TU Dresden, Pillnitz, Klotzsche, Langebrück, Am Goldenen Reiter, Schönfeld, Gittersee

Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge:Pirna Südvorstadt, Graupa, Lohmen, Struppen, Hohenstein, Freital-Pesterwitz, Freital-Zauckerode, Rabenau, Possendorf, Höckendorf, Kesselsdorf, Liebstadt, Schmiedeberg, Hermsdorf, Geising, Lauenstein, Bad Gottleuba, Heidenau (-real)

Landkreis Bautzen: Schwepnitz, Hoyerswerda Kühnichter Heide, Hoyerswerda Lipezker Platz, Arnsdorf

Weitere Infos gibt es unter www.ostsaechsische-sparkasse-dresden.de

Die Commerzbank geht den umgekehrten Weg und teilt in einer Pressemitteilung mit, an welchen größeren Standorten Bankmitarbeiter persönlich noch anzutreffen sind. In Sachsen sind das: Dresden-Altmarkt, Bautzen, Pirna, Meißen, Döbeln, Chemnitz, Leipzig (Karl-Liebknecht-Straße), Plauen, Delitzsch und Zwickau. Auch die Commerzbank betont, dass der Selbstbedienungsbereich in allen Filialen für Ein- und Auszahlungen am Automaten geöffnet ist.

Alle Geldhäuser weisen daraufhin, dass eine flächendeckende Bargeldversorgung sichergestellt ist. 

Weitere Infos gibt es unter www.commerzbank.de

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Die Volksbank Dresden-Bautzen eG hat für ihre  Filialen Notfallöffnungszeiten eingeführt. Die Hauptstellen in Dresden und Bautzen sowie die Hauptfilialen in Dippoldiswalde, Freital, Bischofswerda, Pulsnitz, Kamenz-Macherstraße und Hoyerswerda sind täglich mit eingeschränkten Öffnungszeiten geöffnet. Das gleiche gilt für die Filialen in Dresden-Löbtau, Dresden-Seidnitz, Sohland und Königsbrück. Alle anderen Filialen wurden auf Selbstbedienungs-Betrieb umgestellt.  Briefe und Überweisungen werden aber auch in den geschlossenen Filialen bearbeitet, versichert die Bank. Aktuelle Informationen zu den Geschäftszeiten sind unter www.vbddbz.de zu finden oder können im MultiKontaktCenter unter 0351 8131-0 erfragt werden.