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Geschafft: Sachsens bester Biathlet startet im Weltcup

Justus Strelow kann sich bei Ausscheidungsrennen durchsetzen und ist für die ersten beiden Weltcup-Stationen der Biathleten gesetzt. Bei den Frauen gibt es Überraschungen, Luise Müller aus Pirna fehlt.

Von Daniel Klein
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Justus Strelow hat sich für den Weltcup-Auftakt qualifiziert, die Heim-WM in Oberhof ist das nächste Ziel.
Justus Strelow hat sich für den Weltcup-Auftakt qualifiziert, die Heim-WM in Oberhof ist das nächste Ziel. © C. Gelhausen/ image-me.hamburg

Es hat geklappt: Justus Strelow hat sich die Startplätze für die ersten beiden Weltcup-Stationen des Winters gesichert. Bei zwei internen Qualirennen im Trainingslager im finnischen Vuokatti setzte sich Sachsens bester Biathlet gegen Philipp Horn und Lucas Fratzscher durch. "Die Rennen waren wie erwartet sehr eng, und ich bin sehr froh, dass ich es geschafft habe", erklärte Strelow, der für die SG Stahl Schmiedeberg antritt. "Nun freue ich mich auf die ersten richtigen Wettkämpfe der Saison." Den zweiten bis zum Wochenende noch offenen Platz sicherte sich David Zobel. Aufgrund ihrer Leistungen aus der vergangenen Saison bereits gesetzt waren Benedikt Doll, Roman Rees, Philipp Nawrath und Johannes Kühn.

Dieses Sextett wird die Wettbewerbe in Kontiolahti (Finnland) und Hochfilzen (Österreich) bestreiten. "Vorherige Wechsel sind nicht geplant, aber bei außerordentlichen Leistungen möglich", heißt es in einer Mitteilung des Deutschen Skiverbandes (DSV). Bei den Frauen waren Denise Herrmann-Wick, Franziska Preuß und Vanessa Voigt gesetzt, hinzu kommen nun noch Juliane Frühwirt, Sophia Schneider, Anna Weidel. Nicht geschafft haben es damit überraschend Janina Hettich-Walz und Vanessa Hinz, die vorerst im IBU-Cup antreten müssen.

Auf der Suche nach Schnee mussten die deutschen Biathleten umdisponieren. Statt wie in den vergangenen Jahren nach Muonio ging es vor anderthalb Wochen zum abschließenden Lehrgang vor dem Saisonstart nach Vuokatti. Beides liegt in Finnland, der Ausweichort aber etwas südlicher. Eine Winterwunderlandschaft fand das Nationalteam allerdings auch dort zunächst nicht vor. Auf einer acht Kilometer langen präparierten Schleife sind die Trainingsbedingungen trotzdem gut. Von dort sind es auch nur zwei Autostunden Fahrt nach Kontiolahti, wo am 29. November das erste Weltcup-Rennen der Saison, ein 20-Kilometer-Einzel der Männer, ausgetragen wird.

Luise Müller konnte sich aufgrund einer Erkrankung vorerst nicht für den IBU-Cup, die zweite Liga im Biathlon, qualifizieren.
Luise Müller konnte sich aufgrund einer Erkrankung vorerst nicht für den IBU-Cup, die zweite Liga im Biathlon, qualifizieren. © Ronald Bonß

Strelow hatte sein Weltcup-Debüt im März 2021 gefeiert. In der vergangenen Saison erfüllte der 25-Jährige zum Auftakt in Östersund mit Platz 13 im Einzelrennen gleich die halbe Olympia-Norm, wurde danach aber in den zweitklassigen IBU-Cup versetzt und verpasste die Spiele in Peking. In diesem Winter ist die Heim-WM in Oberhof, wo der Erzgebirger seit vielen Jahren trainiert, das große Ziel. „Bei den Laufzeiten habe ich in der Vorbereitung Fortschritte gemacht, es geht da in die richtige Richtung“, erklärt Strelow.

Während für ihn ein Einsatz im IBU-Cup eine Enttäuschung gewesen wäre, hätte sich Luise Müller über eine Nominierung für die zweite Liga im Biathlon gefreut. Die 22-Jährige aus Pirna hatte ihren Trainingsschwerpunkt in diesem Sommer von Altenberg ebenfalls nach Oberhof verlegt. Im vergangenen Winter hatte sie in der Gesamtwertung des IBU-Junior-Cups den dritten Platz belegt, holte mit der Staffel Bronze bei der Junioren-WM. Bei den Qualirennen für den IBU-Cup konnte sie nun nicht teilnehmen. "Ich bin leider krank geworden", erklärte sie auf SZ-Anfrage. Allerdings könnte sie sich schon bald ins Team kämpfen. "Die Nominierung gilt vorerst nur für den ersten Event in Idre, hier kann es mit Blick auf den zweiten Event in Ridnaun bereits zu Wechseln kommen", teilte der DSV mit. Der Auftakt des IBU-Cups, geplant ab Donnerstag in Sjusjoen (Norwegen), wurde abgesagt.