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Neues Viertel am Dresdner Lennéplatz

Dresdens Innenstadt bekommt ein neues Quartier. Wie viele Wohnungen entstehen und bis wann sie fertig sein sollen.

Jetzt gibt es für das Grundstück zwischen Lennéplatz, Lennéstraße und Gellertstraße konkrete Pläne.
Jetzt gibt es für das Grundstück zwischen Lennéplatz, Lennéstraße und Gellertstraße konkrete Pläne. © Archiv: Marion Doering

Dresden. Mitten in der Stadt entsteht bis 2026 ein neues Wohnquartier. Auf dem Areal zwischen Lennéplatz, Gerhart-Hauptmann-Straße, Wiener Straße und Gellertstraße sollen mehr als 500 Wohnungen gebaut werden, wie die ZBI Zentral Boden Immobilien Gruppe aus Erlangen mitteilt. Sie entwickelt das Projekt "Lennépark" auf dem rund 27.000 Quadratmeter großen Grundstück in der Seevorstadt und investiert rund 225 Millionen Euro. Die ZBI hat das Grundstück von mehreren Eigentümern erworben.

Einer davon war auch der 2018 verstorbene Henry Arnhold, der sich nach der Wende in seiner Heimatstadt unter anderem für den Wiederaufbau der Frauenkirche oder den Bau der Synagoge engagierte. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

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Neben Zwei- bis Vierzimmer-Wohnungen sollen auch Büros sowie Gewerbeflächen für Einzelhandel und Nahversorgung entstehen. Die Entwicklung des Quartiers startet in diesem Monat und erfolgt voraussichtlich in mehreren Bauabschnitten. Nach vorbereitenden Maßnahmen, unter anderem muss das Baufeld frei gemacht werden, ist der Baubeginn im kommenden Jahr vorgesehen. Erste Kontakte mit der Stadtverwaltung seien erfolgt, sagt die ZBI Gruppe.

Die ersten Mieter sollen 2025 in die Wohnungen einziehen können. Das gesamte Quartier soll nach den ZBI-Plänen Ende 2026 fertig sein. ZBI-Vorstandsmitglied Christian Reißing lobt die zentrale Lage und den hohen Freizeitwert der unmittelbaren Umgebung mit Großem Garten und Zoo sowie dem Georg-Arnhold-Bad. Die Mietwohnungen werden im KfW-Effizienzhaus-55-Standard errichtet. Auch E-Ladestationen wird es im Quartier geben.

Über die geplante Bebauung des Grundstücks wurde 2018 in Dresden bereits heftig diskutiert. Denn zunächst war neben mehreren Häusern mit bis zu sieben Stockwerken auch ein 15-Geschosser an der Ecke Lennéplatz/Gellertstraße geplant. Dies lehnte nicht nur das Landesamt für Denkmalpflege ab, sondern auch Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) für ihren Bereich. Beide kritisierten, dass diese massive Bebauung zu einer irreparablen Beeinträchtigung des Gartendenkmales Bürgerwiese führt und die historisch beabsichtigte Korrespondenz zwischen Gartenanlage und Umgebung gestört wird.

2019 hatte der Stadtrat beschlossen, dass sechs Häuser auf dem Grundstück errichtet werden dürfen. Eines davon, direkt an der Ecke zum Lennéplatz, soll bis zu 50 Meter hoch werden. Aus ihm wird eine Kante herausgebrochen und der dadurch entstehende Turm rückt ein Stück weit in das Wohnquartier hinein, sodass die Sicht von der Bürgerwiese aus weniger gestört wird.

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Die ZBI Gruppe hat in den vergangenen drei Jahren nach eigenen Angaben rund 1.500 Mietwohnungen in verschiedenen Metropolregionen gebaut. In diesem Jahr entstehen weitere rund 1.200 in Deutschland und Österreich. Derzeit beschäftigt die ZBI Gruppe über 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 36 Standorten in Deutschland, Luxemburg und Wien. Aktuell werden rund 63.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten von der Unternehmensgruppe verwaltet.

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