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Müll und Abwasser werden teurer in Dresden

Jeder Dresdner wird ab dem kommenden Jahr mehr bezahlen. Es geht auch um Disziplinierung. Weitere Gebührenerhöhungen sind bereits geplant.

In Dresden steigen unter anderem die Gebühren für die Müllentsorgung.
In Dresden steigen unter anderem die Gebühren für die Müllentsorgung. © Christian Juppe

Dresden. 136 Kilo Abfall produziert jeder Dresdner durchschnittlich im Jahr. Die Kosten für die Beseitigung sind aber höher als die Gebühren, die die Stadt von den Dresdnern kassiert. Deshalb werden sie abgehoben.

Zudem sind ab Januar quasi Straf-Gebühren fällig, wenn der Müll in die falsche Tonne geworfen wird. Das ist nicht der einzige Posten, bei dem die Dresdner draufzahlen müssen. Zwei Erhöhungen hat der Rat bereits beschlossen.

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80 Euro extra für eine vermüllte Wertstofftonne

Ohne große Debatte hat der Stadtrat zugestimmt, dass die Müllgebühren steigen. Die Stadtreinigung müsse kostendeckend arbeiten. Im Durchschnitt steigen die Kosten für jeden Dresdner ab Januar um 5,4 Prozent. Was das für jeden Haushalt konkret bedeutet, kann die Verwaltung aber nicht sagen, weil es keinen "Standard-Haushalt" gebe.

Ab Januar gilt auch der Zwei-Wochen-Turnus bei der Entleerung als Standard. Wer häufiger seine Tonnen geleert haben möchte, muss draufzahlen. Dafür fallen bis zu 40 Euro pro Monat zusätzlich an. Die Vermüllung eines Wertstoffcontainers bedeutet dann auch sofort, dass dieser als Restabfall entsorgt werden muss und bis zu 80,55 Euro extra kostet.

Wer aber seinen Müll alle zwei Wochen abholen lässt, spart sogar zwischen 33 Cent und 39 Euro pro Monat, je nach Größe der Tonne. Auch die Menge an Sperrmüll, die an die Straße gestellt werden kann, erhöht sich. Die Gebühr steigt zwar auf 25 Euro, dafür können aber bis zu vier Kubikmeter pro Abholung mitgenommen werden, bisher sind es zwei Kubikmeter. Und es gibt noch einige weitere Änderungen.

Mehrkosten für Abwasser

Auch die Erhöhung der Abwassergebühren ist bereits vom Stadtrat beschlossen. Nach fünf Jahren müssen die Gebühren ab Januar erhöht werden, da die Kosten der Stadtentwässerung entsprechend gestiegen sind.

Pro Kubikmeter Abwasser werden 16 Cent mehr berechnet, die Gebühr steigt auf 1,97 Euro. Das ist eine Steigerung um 8,8 Prozent. Für jeden Dresdner fallen im Durchschnitt 30 Kubikmeter Schmutzwasser an. Dabei handelt es sich beispielsweise um Frischwasser, das durch Duschen oder Wannen zur Aufbereitung abgeleitet werden muss. Für jeden Dresdner steigern sich die Kosten durchschnittlich um 4,80 Euro pro Jahr.

Heftige Erhöhungen für Parken und Kitas erwartet

20 Millionen Euro will die Stadt künftig mit den Parkgebühren einnehmen. Je nachdem, in welcher Zone man parkt, sollen die Gebühren bis zu vier Mal teurer werden. Auch bei den Elternbeiträge für die Kita-Plätze sind deutliche Erhöhungen geplant. Die Stadt will weiter die Maximal-Beteiligung durch die Eltern an den gestiegenen Betriebskosten.

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Um beide Punkte gibt es aber noch Diskussionen im Stadtrat. Sie sollen im Dezember mit dem Haushalt beschlossen werden.

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