merken
Dresden

Dresdner Zoo: Mandrill-Oma Gitte ist tot

Der Zoo trauert um ein echtes Unikat. Nach 34 Jahren musste das Weibchen von seinen Schmerzen erlöst werden.

Das Mandrill-Weibchen Gitte aus dem Dresdner Zoo wurde 34 Jahre alt.
Das Mandrill-Weibchen Gitte aus dem Dresdner Zoo wurde 34 Jahre alt. © Zoo Dresden

Dresden. Sie war stets gut an ihrer gebückten Haltung zu erkennen und an ihrer Angewohnheit, Steine in ihren ausladenden Backentaschen zu sammeln. Das Mandrill-Weibchen Gitte gehörte zu den ältesten und beliebtesten Bewohnern des Dresdner Zoos. Nun musste sie im stolzen Alter von 34 Jahren eingeschläfert werden, wie der Zoo auf seiner Facebook-Seite mitteilte.

Gitte wurde am 5. April 1986 in Usti nad Labem geboren und kam noch im selben Jahr nach Dresden. Mit ihrem Partner Benni schenkte sie dem Zoo zwölf Jungtiere. 

Anzeige
Im Handumdrehen zum Traum-Pool
Im Handumdrehen zum Traum-Pool

Wer im Sommer das kühle Nass im eigenen Garten genießen will, kann jetzt schon anfangen zu planen. Und wer zu LandMAXX geht, spart bares Geld für Top-Produkte.

Bereits seit mehreren Jahren hatte sie jedoch mit zunehmenden Arthrosen der Gelenke und Verkalkungen der Wirbelsäule zu kämpfen. In der Mandrillgruppe stand sie durch ihre Schwäche zunehmend im Abseits, wurde von ihren Artgenossen aber größtenteils akzeptiert. 

"Unsere Tierpfleger haben sie mit besonderer Aufmerksamkeit versorgt, um ihr das Leben möglichst angenehm zu gestalten", heißt es in der Mitteilung. Im Verlauf des vergangenen Jahres sei Gittes Zustand von Tierpflegern, Zoologen und Tierärzten mehrfach besprochen und genau überwacht worden. 

Um ihre Schmerzen zu lindern, erhielt sie seit einiger Zeit ein gut verträgliches Medikament. "Leider kam es am vergangenen Wochenende jedoch zu einer großen Bissverletzung durch ein junges Weibchen." Letztlich entschieden sich die Experten daher am Dienstag, dem Weibchen weitere Leiden zu ersparen und es einzuschläfern.

Weiterführende Artikel

Dresdner Zoo: Wo steckt Hugo III?

Dresdner Zoo: Wo steckt Hugo III?

Eine der Riesenschildkröten ist derzeit für die Besucher nicht zu sehen. Warum Hugo III hinter den Kulissen bleiben muss.

Zoo Dresden: Schildkröten ziehen um

Zoo Dresden: Schildkröten ziehen um

Die Riesenschildkröten erkunden seit Mittwoch wieder ihre Außenanlage. Bis Herbst sind sie nun wieder für Besucher zu sehen.

Mohrenmaki-Nachwuchs im Dresdner Zoo

Mohrenmaki-Nachwuchs im Dresdner Zoo

Gleich zwei Jungtiere wurden in der Schließzeit geboren. Hautnah zu sehen sind die Kleinen aber vorerst noch nicht.

Wie die Tiere im Dresdner Zoo die Corona-Krise erleben

Wie die Tiere im Dresdner Zoo die Corona-Krise erleben

Während die Affen sich gelangweilt haben, konnten Vögel in Ruhe brüten. Am Montag öffnet der Dresdner Zoo wieder – nach sechs Wochen ohne Besucher.

Damit leben in der Dresdner Mandrill-Gruppe noch neun Tiere. Zuletzt kam 2018 Nachwuchs zur Welt. Gehalten werden die Affen in Dresden schon seit 1986.

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter "Dresden kompakt" und erhalten Sie alle Nachrichten aus der Stadt jeden Abend direkt in Ihr Postfach.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dresden