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Corona: So kann der Schulalltag aussehen

Ab 18. Mai dürfen auch wieder fünfte bis zehnte Klassen zur Schule. Am Gymnasium Dresden-Klotzsche hat Schulleiter Haubitz ein Modell mit den Eltern gefunden.

Frank Haubitz hat das Gymnasium Klotzsche gut auf die nächste Woche vorbereitet.
Frank Haubitz hat das Gymnasium Klotzsche gut auf die nächste Woche vorbereitet. © Ronald Bonß

Dresden. Ein klein wenig Normalität ist eingekehrt auf den Fluren des Gymnasiums Klotzsche. Die Abiturienten schreiben an diesem Montag ihre letzte schriftliche Abiturprüfung im Fach Französisch. Außerdem lernen die Elftklässler bereits wieder in geteilten Klassen. 

Richtig Bewegung aber wird am kommenden Montag ins Haus auf dem Schulcampus Pieschen kommen, wo das Gymnasium derzeit aufgrund des Neubaus ausgelagert ist.  "Die Fünft- bis Zehntklässler dürfen wieder kommen. Darüber sind wir als Schulgemeinschaft alle sehr froh. Schüler, Eltern und Lehrer", sagt Schulleiter Frank Haubitz. 

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Wie das funktionieren soll, darüber hat er sich intensiv mit den Elternsprechern ausgetauscht. Sein Plan war zunächst, die Klassen zu teilen und eine Gruppe jeweils eine Woche lang zum Unterricht ins Haus kommen zu lassen. Über Lernpatenschaften sollten sich die Schüler dann Nachmittags miteinander austauschen. Immer ein Paar aus A- und B-Gruppe.

"Doch vor allem die Eltern der unteren Jahrgänge haben sich gewünscht, dass ihre Kinder möglichst schnell wieder einen normalen Tagesrhythmus erleben und das geht mit dem Tagesmodell am besten", sagt Haubitz. Konkret heißt das, dass die Klassen geteilt werden und immer eine Gruppe einen Tag lang Schule hat und die anderen am darauffolgenden Tag. Innerhalb von 14 Tagen hat dann jedes Kind und jeder Jugendliche fünf Tage Unterricht in der Schule.

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Die Gruppe, die gerade nicht in der Schule ist, erhält Hausaufgaben, die dann am freien Tag zu Hause zu erledigen sind. Der Unterricht läuft nach Stundenplan, aber in der doppelten Zeit. "Wir haben noch knapp neun Wochen bis zu den Ferien. Ich hoffe, dass wir mit dem Modell gut vorankommen", sagt Haubitz.

Er weiß, dass die Eltern von ihm ein vernünftiges Hygienekonzept erwarten. Deshalb wird auf den Gängen von jedem eine Maske zu tragen sein. Während des Unterrichtes allerdings nicht. Wenn möglich, bleiben die halben Klassen immer in einem Raum. Dazu will Haubitz allerdings noch mit den Fachschaften sprechen. "Wenn zum Beispiel in Musik ein Wechsel nötig ist, gibt es in jedem Raum eine Sprühflasche mit Desinfektionsmittel und Papierhandtücher, damit die Lehrer die Tische und Stühle sofort reinigen können", sagt der Schulleiter. Die Flaschen hat er selbst im Baumarkt besorgt.

Blickt er auf die zurückliegenden Wochen, dann sei die Schulgemeinschaft enger zusammengewachsen, sagt der ehemalige sächsische Kultusminister. "Ich habe eine tolle Elternsprecherin, die als Bindeglied zwischen mir und den Eltern fungiert hat. So haben wir stets schnelle Entscheidungen treffen können", sagt Haubitz. Auch auf seine Lehrer könne er sich verlassen. "Alle haben aufeinander Rücksicht genommen. Das ist eine gute Voraussetzung für den Neustart."

Haubitz ist lange genug Schulleiter, hat Wende, Hochwasser und einen Umzug erlebt. Erfahrung ist also ausreichend da. "Aber die Zeit mit Corona toppt wirklich alles."

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