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Dresden: Nur acht neue Infektionen am Wochenende

Die Inzidenz sinkt auf das Niveau vom Spätsommer 2020. Das sind die neuesten Zahlen.

Immer weniger Corona-Tests in Dresden fallen positiv aus.
Immer weniger Corona-Tests in Dresden fallen positiv aus. © dpa/Robert Michael

Dresden. Je weniger Menschen gerade eine Corona-Infektion durchmachen, umso weniger Mitmenschen können sich anstecken. Daher machen die Zahlen Mut, die das Gesundheitsamt am Wochenende meldet. Aktuell seien lediglich noch 208 aktive Infektionen bekannt. Die Menge an Neu-Infektionen, die am Wochenende dazukommt, ist äußert gering. Das sind die neuesten Zahlen zur Pandemie in Dresden.

Die Neuinfektionen

Das Dresdner Gesundheitsamt hat am Sonntag keinen weiteren Coronafall gemeldet, am Samstag waren es acht. Insgesamt haben sich damit bisher nachweislich 30.571 Menschen in der Stadt infiziert.

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Bei 29.263 von ihnen geht das Gesundheitsamt davon aus, dass sie die Infektion bereits überstanden haben. Abzüglich der Zahl aller Verstorbenen bedeutet dies, dass zurzeit noch 208 Infektionen aktiv sind - Tendenz sinkend.

Als genesen wird eingestuft, wer 14 Tage nach dem Positiv-Test nicht in ein Krankenhaus eingewiesen werden musste. Bei Infizierten, die stationär behandelt werden, gilt ein 30-Tage-Zeitraum nach der Meldung der Infektion.

Ob die Infizierten nach diesen Zeiträumen auch vollständig gesund sind oder noch mit Spätfolgen zu kämpfen haben, ist dabei irrelevant. Es geht viel mehr darum, dass von ihnen höchstwahrscheinlich keine Infektionsgefahr mehr ausgeht. Das Gesundheitsamt betont, dass es sich um eine Schätzung handelt.

Die Virusvarianten

Seit Anfang März sind in Dresden 33 Corona-Fälle gezählt worden, die durch eine besorgniserregende Variante verursacht wurden. Dabei kann es sich um die südafrikanische, die brasilianische und die indische Virusvariante handeln. Zwischen Freitag und Sonntag sind fünf weitere Fälle dazugekommen - darunter vermutlich jene Hochhausbewohner in Strehlen, die Kontakt zu dem verstorbenen Studenten hatten, der ebenfalls die indische Variante (Delta-Variante) in sich trug.

Die britische Virusvariante B.1.1.7 ist mittlerweile vorherrschend in Sachsen und wird daher vom Gesundheitsamt nicht mehr als besorgniserregende Mutante mitgezählt.

Die Inzidenz

Die Sieben-Tage-Inzidenz entscheidet, wie umfangreich die Corona-Regeln ausfallen. Für Sonntag hat das Robert-Koch-Institut eine Inzidenz von 8,1 Neuinfektionen pro 100.000 Dresdner innerhalb von sieben Tagen gemeldet. So niedrig war der Wert zuletzt Ende September des vergangenen Jahres. Außerdem liegt die Inzidenz inzwischen dauerhaft so niedrig, dass seit Freitag die Testpflicht in Geschäften, aber auch in der kompletten Gastronomie weggefallen ist. Ab Montag wird weiter gelockert.

Die Lage in Dresdens Krankenhäusern

Das Gesundheitsamt hat am Sonnabend und Sonntag keine weiteren Klinikeinweisungen wegen Covid-19 gemeldet. Seit Pandemie-Beginn im März 2020 benötigten insgesamt 2.637 Infizierte eine stationäre Versorgung.

Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten in Dresden lag laut bundesweitem DIVI-Intensivregister am Sonntagmittag bei 23. Fast alle dieser Patienten - aktuell 20 - müssen invasiv beatmet werden, weil sie ohne diese Hilfe nicht genug Sauerstoff bekämen.

Die Entwicklung der Todesfälle

Am Wochenende hat das Gesundheitsamt keinen neuen Corona-Todesfall gemeldet. Insgesamt starben bisher 1.100 Dresdner in einem zeitlichen Zusammenhang zu einer Corona-Infektion. Viele von ihnen waren Alten- und Pflegeheimbewohner.

Die Todeszahlen werden in der Regel mit einiger Verspätung bekanntgegeben, weil das Gesundheitsamt mitunter selbst erst mit einigen Tagen Verzug von Sterbefällen erfährt.

Die Todesopfer

Das RKI hat 1.100 Sterbefälle nach Alter und Geschlecht ausgewertet. Fast alle Dresdner Todesopfer waren demnach mindestens 60 Jahre alt. Dreiviertel der Verstorbenen kamen aus der Gruppe der über 80-Jährigen. Insgesamt 26 Opfer waren jünger und zwischen 35 und 59 Jahren alt. Noch jünger war der indische Studenten, der erst um die 30 Jahre alt war. Es ist bisher der einzige bekannte Todesfall unter 35 in Dresden.

Insgesamt sind bisher knapp 3,6 Prozent aller nachweislich Infizierten in der Landeshauptstadt gestorben. Ein Wert, der alle Altersgruppen berücksichtigt. Blickt man nur auf die Gruppe der über 80-Jährigen, so liegt die Fallsterblichkeit hier über den gesamten Pandemie-Zeitraum hinweg mit rund 22,6 Prozent wesentlich höher.

Die Infizierten

Das RKI hat bisher 30.537 Infektionsfälle nach Altersgruppen und Geschlecht ausgewertet. Sie verteilen sich wie folgt:

Den absoluten Zahlen zufolge haben sich insbesondere Dresdner im Alter zwischen 15 und 59 Jahren angesteckt. In dieser Altersgruppe werden auch die meisten Neuinfektionen registriert. Kaum noch Neuinfektionen gibt es derzeit hingegen in der Altersgruppe der über 80-Jährigen.

Die Impfungen

In der neuen Woche vom 14. Juni plant das Dresdner Impfzentrum DRK-Angaben zufolge mit 10.669 Erstimpfungen.

Zu Silvester haben in Dresden die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen begonnen. Mitte Januar eröffnete schließlich das Dresdner Impfzentrum im Ostragehege. Bisher sind die gefährdetsten Bevölkerungsgruppen an der Reihe gewesen. Am Montag, 7. Juni, ist die Priorisierung deutschlandweit aufgehoben worden. Nun darf sich jeder, der das möchte, um einen Termin auch im Impfzentrum bemühen.

Im Dresdner Impfzentrum sowie in den Alten- und Pflegeheimen sind bislang so viele Menschen geimpft worden:

So sieht es in anderen deutschen Kreisen und Städten aus

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