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Corona in Dresden: Inzidenz sinkt wieder

Nach einem leichten Anstieg am Wochenende werden zum Wochenstart wieder weniger Neuinfektionen in Dresden gemeldet.

Freizeit fühlt sich fast wieder normal an: Dresden meldet erneut eine gesunkene Inzidenz.
Freizeit fühlt sich fast wieder normal an: Dresden meldet erneut eine gesunkene Inzidenz. © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Dresden. Die Nachricht, dass in einem Dresdner Wohnblock bei vier Personen die Delta-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden ist, hat sich noch nicht deutlich spürbar auf die aktuellen Dresdner Zahlen niedergeschlagen. Ab diesem Montag werden dort alle Bewohner getestet. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist wieder leicht gefallen. Auch aus den Kliniken gibt es gute Nachrichten.

Das sind die neuesten Corona-Zahlen aus Dresden im Überblick.

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Die Neuinfektionen

Das Dresdner Gesundheitsamt hat am Montag zwei weitere Corona-Infektionen gemeldet. Am Sonnabend waren es neun, Sonntag eine. Insgesamt haben sich damit bisher nachweislich 30.609 Menschen in der Stadt infiziert.

Bei 29.400 von ihnen geht das Gesundheitsamt davon aus, dass sie die Infektion bereits überstanden haben. Abzüglich der Zahl aller Verstorbenen bedeutet dies, dass zurzeit noch 106 Infektionen aktiv sind.

Als genesen wird eingestuft, wer 14 Tage nach dem Positiv-Test nicht in ein Krankenhaus eingewiesen werden musste. Bei Infizierten, die stationär behandelt werden, gilt ein 30-Tage-Zeitraum nach der Meldung der Infektion.

Ob die Infizierten nach diesen Zeiträumen auch vollständig gesund sind oder noch mit Spätfolgen zu kämpfen haben, ist dabei irrelevant. Es geht vielmehr darum, dass von ihnen höchstwahrscheinlich keine Infektionsgefahr mehr ausgeht. Das Gesundheitsamt betont, dass es sich um eine Schätzung handelt.

Die Virusvarianten

Seit Anfang März sind in Dresden 38 Corona-Fälle gezählt worden, die durch eine besorgniserregende Variante verursacht wurden. Dabei kann es sich um die südafrikanische (Beta-Variante), die brasilianische (Gamma-Variante) und die indische Virusvariante (Delta-Variante) handeln.

Am Montag kamen zwei weitere Nachweise hinzu.

Die britische Virusvariante B.1.1.7 (Alpha) ist mittlerweile vorherrschend in Sachsen und wird daher vom Gesundheitsamt nicht mehr als besorgniserregende Mutante mitgezählt.

Die Inzidenz

Die Sieben-Tage-Inzidenz entscheidet, wie umfangreich die Corona-Regeln ausfallen. Für Montag hat das Robert-Koch-Institut eine wieder leicht gefallene Inzidenz von 6,3 Neuinfektionen pro 100.000 Dresdner innerhalb von sieben Tagen gemeldet. Am Montag vergangener Woche wurden die Maßnahmen weiter gelockert.

Die Lage in Dresdens Krankenhäusern

Das Gesundheitsamt hat am Montag wie schon am Wochenende keine weitere Klinikeinweisung wegen Covid-19 gemeldet. Seit Pandemie-Beginn im März 2020 benötigten insgesamt 2.640 Infizierte eine stationäre Versorgung.

Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten in Dresden lag laut bundesweitem DIVI-Intensivregister am Montagmittab bei 17. 13 von ihnen müssen derzeit künstlich beatmet werden.

Die Entwicklung der Todesfälle

Am gesamten Wochenende und am Montag hat das Gesundheitsamt keine weiteren Corona-Todesfälle gemeldet. Am Donnerstag gab die Behörde zuletzt zwei Sterbefälle bekannt. Laut Robert-Koch-Institut handelt es sich um zwei Frauen im Alter von über 80 Jahren. Insgesamt starben bisher 1.102 Dresdner in einem zeitlichen Zusammenhang zu einer Infektion mit dem Virus. Viele von ihnen waren Alten- und Pflegeheimbewohner.

Die Todeszahlen werden in der Regel mit einiger Verspätung bekanntgegeben, weil das Gesundheitsamt mitunter selbst erst mit einigen Tagen Verzug von Sterbefällen erfährt.

Die Todesopfer

Das RKI hat alle Sterbefälle nach Alter und Geschlecht ausgewertet. Fast alle Dresdner Todesopfer waren demnach mindestens 60 Jahre alt. Dreiviertel der Verstorbenen kamen aus der Gruppe der über 80-Jährigen. Insgesamt 26 Opfer waren jünger und zwischen 35 und 59 Jahren alt. Noch jünger war der indische Student, der erst um die 30 Jahre alt und mit der indischen Delta-Variante infiziert war. Es ist bisher der einzige bekannte Todesfall unter 35 in Dresden.

Insgesamt sind bisher knapp 3,6 Prozent aller nachweislich Infizierten in der Landeshauptstadt gestorben. Ein Wert, der alle Altersgruppen berücksichtigt. Blickt man nur auf die Gruppe der über 80-Jährigen, so liegt die Fallsterblichkeit hier über den gesamten Pandemie-Zeitraum hinweg mit rund 22,6 Prozent wesentlich höher.

Die Infizierten

Das RKI hat bis Montag 30.576 Infektionsfälle nach Altersgruppen und Geschlecht ausgewertet. Sie verteilen sich wie folgt:

Den absoluten Zahlen zufolge haben sich insbesondere Dresdner im Alter zwischen 15 und 59 Jahren angesteckt. Kaum noch Neuinfektionen gibt es derzeit in der Altersgruppe der über 80-Jährigen.

Die Impfungen

Für die Woche vom 21. Juni plante das Dresdner Impfzentrum DRK-Angaben zufolge insgesamt 11.116 Impfungen.

Zu Silvester haben in Dresden die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen begonnen. Mitte Januar eröffnete schließlich das Dresdner Impfzentrum im Ostragehege. Bisher sind die gefährdetsten Bevölkerungsgruppen an der Reihe gewesen. Am 7. Juni ist die Priorisierung deutschlandweit aufgehoben worden. Nun darf sich jeder, der das möchte, um einen Termin auch im Impfzentrum bemühen.

Im Dresdner Impfzentrum sowie in den Alten- und Pflegeheimen sind bislang so viele Menschen geimpft worden:

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Aufgrund der Meldewege können sich die hier angezeigten Daten für Dresden von denen des städtischen Gesundheitsamtes unterscheiden.

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