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Dresden bekommt 2023 keinen Ironman

Trotz der peinlichen Premiere im September soll es eine zweite Auflage des Ironman in Dresden geben. Doch nun hat die Weltmarke abgesagt - und die Stadt überlegt, was mit den schon bereitgestellten Fördergeldern passiert.

Von Michaela Widder
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Nur wenige Zuschauer waren zur Premiere des Dresdner Ironman in die Innenstadt gekommen.
Nur wenige Zuschauer waren zur Premiere des Dresdner Ironman in die Innenstadt gekommen. © kairospress

Dresden. Eine Neuauflage des Ironman in Dresden wird es in diesem Jahr nicht geben. Der Veranstalter nannte dafür terminliche Gründe. „Der 2022 erstmalig ausgetragene Ironman 70.3 in Dresden wird aufgrund des frühen Datums der Weltmeisterschaft in Finnland, des aktuellen deutschen Rennkalenders und der daraus resultierenden Herausforderungen bei der Suche nach einem geeigneten Veranstaltungstermin im Jahr 2023 nicht stattfinden“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung von der Ironman Germany GmbH.

Corinne Miseer, Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH, die den Wettbewerb finanziell unterstützt hatte, erklärt auf Nachfrage von Sächsische.de:: „Nach Beratung mit Ironman Germany sind die Landeshauptstadt Dresden und wir aus den benannten Gründen zu dem Schluss gekommen, mit dem Event auf 2024 zu fokussieren.“

Nach Informationen von Sächsische.de gab es bereits einen Termin für dieses Jahr. Die zweite Auflage hätte am 26. August stattfinden sollen. Doch an diesem Tag wird bereits die WM über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und einem Halbmarathon im finnischen Lahti ausgetragen.

Kommt der Ironman 2024 nach Dresden?

Ob der Ironman, bei dessen Premiere nach einer Last-Minute-Absage und einer Verschiebung das Teilnehmerfeld merklich geschrumpft war, noch einmal nach Dresden zurückkehrt, ist jedoch offen. Eine weitere Zusammenarbeit und ein Rennen ab 2024 sei in Planung, erklärt Ironman dazu. „Wir danken der Stadt Dresden für ihre Unterstützung und Ausrichtung der Auftaktveranstaltung im vergangenen Jahr und freuen uns auf eine weitere Zusammenarbeit in naher Zukunft“, schreibt das Unternehmen in einer Mail an die Athleten, die im vorigen Jahr für das Rennen in und an der Elbe gemeldet hatten.

Das waren anfangs 2.500 aus 51 Nationen. Fünf Tage vor dem Start waren die ersten Teilnehmer vergangenen Juli bereits angereist, als die Veranstaltung wegen einer fehlenden Genehmigung für die Radstrecke abgesagt und auf Mitte September verlegt wurde. Beim Ersatztermin gingen bei nasskaltem Wetter nur noch 430 Triathleten an den Start. Das Rennen sei ein Minusgeschäft gewesen, erklärte damals Oliver Schiek, Geschäftsführer der Ironman Germany GmbH.

Nach der peinlichen Premiere waren Veranstalter und Stadt im Gespräch geblieben, da es einen Vertrag mit der Option auf Verlängerung gab. „Wir sind zuversichtlich, dass es demnächst eine positive Entscheidung für eine Zweitauflage geben wird“, teilte Dresden Marketing noch Anfang Januar mit. Im Dresdner Doppelhaushalt waren bereits 300.000 Euro an Fördergeldern eingeplant. „Zur Verwendung der für 2023 eingestellten Mittel gibt es aktuell Gespräche zwischen der Stadtverwaltung und uns“, sagt Geschäftsführerin Miseer.