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Dynamo hat sich ein Kompliment verdient

Die Neubesetzungen an der Vereinsspitze laufen angenehm schnell und geräuschlos, kommentiert SZ-Sportredakteur Tino Meyer.

SZ-Sportredakteur Tino Meyer
SZ-Sportredakteur Tino Meyer ©  Robert Michael/dpa; Montage: SZ-Bildstelle

Für Glückwünsche an Dynamo ist es noch viel zu früh. Schließlich beginnt Jürgen Wehlend erst im Januar 2021 mit der Arbeit in Dresden. Wobei: Erfahrungsgemäß geht es bei einmal vertraglich fixierten Wechseln meist doch viel schneller. Es wäre jedenfalls kaum verwunderlich, wenn der neue kaufmännische Geschäftsführer noch in diesem Jahr offiziell beim Drittligisten anfängt. Inoffiziell wird er es sicher tun.

Das Kompliment haben sich Dynamos handelnde Personen schon jetzt verdient. In der Vergangenheit ist es ja speziell immer auch der Aufsichtsrat gewesen, der für wenig rühmliche Schlagzeilen sorgte. Auch bei der vorangegangenen Trennung von Vorgänger Michael Born, die eigentlich bereits vor einem Jahr beschlossene Sache war, habe man sich nicht mit Ruhm bekleckert, stellte das Gremium intern, aber selbstkritisch fest. Umso überzeugender trat man nun bei der Nachfolgersuche auf. Motto: Nicht reden, sondern handeln – und den Wunschkandidaten nach Dresden holen.

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Schon die Neubesetzung des Sportgeschäftsführerpostens verlief im Prinzip nach dem gleichen Schema. Unrühmliche Trennung von Vereinsikone Ralf Minge, überzeugende, weil nicht zuletzt rasche Verpflichtung von Nachfolger Ralf Becker.

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Dieser wie auch Wehlend scheinen darüber hinaus geradezu prädestiniert zu sein für die Aufgaben bei Dynamo. Ihre Vita spricht dafür, und Sportchef Becker konnte mit der Zusammenstellung einer neuen, ambitionierten Mannschaft sogar bereits erste Erfolge vor Ort verzeichnen. Festzuhalten bleibt: Dynamos Neuanfang kam beileibe nicht unerwartet, er war notwendig. Die Überraschung ist, dass es bislang so schnell und geräuschlos lief.

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